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Oschatz 3. Liga: Gemeinsamer Teamgedanke prägt das Spiel des SHV Oschatz
Region Oschatz 3. Liga: Gemeinsamer Teamgedanke prägt das Spiel des SHV Oschatz
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15:37 11.10.2011
Mit einer wahren Flugeinlage am gegnerischem Kreis versucht Nicole Natzschka (Nr. 5), die Magdeburger Abwehrreihe zu überwinden. Die zahlreichen Zuschauer in der Oschatzer Rosentalsporthalle sind von der kämpferischen und erfolgreichen Spielweise der Handballerinnen begeistert. Quelle: Dirk Hunger

Von Kerstin Staffe

Der SHV Oschatz besiegte die SpG Bandis Magdeburg/Barleben klar und deutlich mit 36:16 (16:6).

Von Beginn an stand die SHV-Abwehr wie ein Bollwerk vor dem Gehäuse von Sarah Eichhorn. Als die auch noch gleich in der Anfangsphase einen Strafwurf hielt, hatte sich die Torfrau sofort den notwendigen Respekt erarbeitet. Die Super-Abwehrleistung der Gastgeber war der Schlüssel zu einem nie gefährdeten Erfolg. Von Beginn an legten die Oschatzerinnen vor und nur beim 1:1 musste einmal der Ausgleich hingenommen werden.

Anschließend entwickelte sich ein sehenswertes, aber relativ einseitiges Spiel, in dem der Gästetrainer bereits in der neunten Minute beim Stand von 5:2 die erste Auszeit nahm. Seine Spielerinnen agierten jedoch zu ungestüm und waren stets mit der Schulter voraus zum Stürmerfoul unterwegs. Dreimal in Folge pfiffen die Unparteiischen dies ab und der SHV bekam die Chance zum Tempogegenstoß. Saegebarth, Schneider und Ganske erhöhten so auf 8:2 (13. Minute). Den Gästen gelangen in den ersten 30 Minuten nur vier Feldtore, zwei weitere Treffer konnten vom Punkt erzielt werden. Somit war die Partie bereits nach der Hälfte der Spielzeit entschieden. Denn, dass die SHV-Sieben den Zehn-Tore-Vorsprung in der zweiten Halbzeit noch verspielt, daran glaubte nach der Vorstellung des Delor-Teams in der ersten Spielhälfte keiner der zahlreichen Zuschauer.

Die Oschatzerinnen setzten nach dem Seitenwechsel nahtlos fort, was sie in Halbzeit eins gezeigt hatten. Dabei gab es weder einen Abbruch im Tor, das nun von Katrin Miersch gehütet wurde, noch auf dem Feld, wo SHV-Trainerin Jana Delor allen Spielerinnen, bis auf die verletzte Doreen Wiersma, Einsatzzeiten gab. Im Gegenteil, hellwach waren alle eingesetzten SHV-Spielerinnen bei der Sache und bauten gemeinsam den Vorsprung weiter aus. Kein Ball wurde verloren gegeben, Abpraller konnten sicher verwandelt werden und auch den Sieben-Meter-Punkt verließ Luise Ganske stets als Siegerin. Beim 25:11 (45.) besprachen sich die Gäste noch einmal an der Bank. Aber die Initiative übernahm danach weiter der SHV. Und spätestens beim 30:13 (51.)ergaben sich die Bandits in ihr Schicksal. Mit viel Übersicht wurden die Positionsangriffe des SHV-Teams weiterhin vorbereitet. Ivana Vujica glänzte mit teilweise genialen Zuspielen, die von Anja Heine sicher verwandelt wurden. Carmen Schneider zeigte, dass sie nicht nur den Rückraum beherrscht, sondern traf auch im Tempogegenstoß und vom Kreis. Bemerkenswert aus Sicht der Gäste war die Unterstützung durch die Magdeburger Fans, die auch nicht nachließ, als das Team schon aussichtslos zurücklag. Wenn es im SHV-Spiel einen kleinen Makel gab, dann den, dass zahlreiche Pässe zum Tempogegenstoß ihr Ziel aus unterschiedlichsten Gründen nicht fanden. "Wir freuen uns natürlich über den auch in der Höhe verdienten Sieg, bringt er uns doch vorübergehend auf einen einstelligen Tabellenplatz. Überbewerten dürfen wir ihn jedoch nicht", trat Jana Delor gleich auf die Euphoriebremse. "Kommende Woche müssen wir bei Stemmer/Friedewald beweisen, dass wir auch mit mehr Gegenwehr gut zurechtkommen."

Oschatz: Eichhorn, Miersch; Müller (2), Schneider (8), Vujica (7), Ganske (5/3), Häußler (3), Saegebarth (1), Heine (4), Böhm (2), Natzschka (1), Staffe (2), Ludwig (1).

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