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Oschatz 500 Euro für einen guten Zweck
Region Oschatz 500 Euro für einen guten Zweck
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15:47 15.10.2012
Kunst im E-Werk. Am Sonntag gab es die Gelegenheit, diese und weitere Bilder für einen guten Zweck zu ersteigern. Quelle: Sven Bartsch
Oschatz

Rund die Hälfte der Ausstellungsarbeiten stammt von Menschen mit Behinderung. Sie waren im Rahmen eines Kursangebotes in der Behindertenwerkstatt Mahlis-Wermsdorf des Christlichen Sozialwerkes unter der Leitung des Oschatzers Peter Müller entstanden. Über ein Jahr hinweg arbeitete Müller, der unter dem Künstlernamen Aser für seine Graffitiarbeiten bekannt ist, mit den behinderten Menschen. Zudem wurden Workshops angeboten, bei denen im E-Werk Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam Neues erlernten und ausprobierten. "Es war beeindruckend, was an Arbeiten entstand und zeigt mir, dass Kunst von jedermann gemacht werden kann", erklärte der Oschatzer zur Eröffnungsveranstaltung begeistert.

Sozialarbeiterin Anja Kohlbach freute sich, dass zur ersten Ausstellung dieser Art so viele Gäste in das E-Werk gekommen waren. Immerhin war die Ausstellung die erste ihrer Art, die im E-Werk Gäste lockte. "Die Projektidee fügt sich gut in das Angebot unseres Hauses ein und wir sind froh, dass durch die Aktion Mensch das Projekt unterstützt wurde", erklärte Kohlbach. Rund 4000 Euro Förderung machten es möglich. Geld kam aber auch vom Kulturraum Leipziger Land. Geld, das gut investiert ist, denn zur Ausstellung gehörte auch eine Auktion, auf der 14 Hobby- und freischaffende Künstler insgesamt 17 Werke zur Verfügung stellten. Von der Zeichnung bis hin zum Fotokunstwerk gehörten Arbeiten dazu. Deren Erlös geht nicht an die Spender, sondern wird zur Fortführung ähnlicher Projekte des soziokulturellen Zentrums eingesetzt.

Im Anschluss an die Vernissage folgte am Sonntag die heiß herbei ersehnte Auktion der farbenfrohen Kunstwerke. Ganz stilecht mit Hammer und flotten Sprüchen ging es mit kleiner Verzögerung los. Auktionator Henning Homann gab zwar zu: "Ich habe gar keine Ahnung von Kunst", machte aber dann doch eine gute Figur zwischen den Werken. Es folgte Werk auf Werk. Die einzelnen Stücke wurden von flinken Helfern neben dem Auktionsleiter platziert und mit wenigen Worten kurz vorgestellt. Mindestgebote konnte man einer Liste oder der Bezeichnung am Bild entnehmen. Je nach Größe und Aufwand schwankte der Mindestpreis zwischen 20 und 90 Euro. Auch die Künstler waren, wie am Vortag vor Ort und beantworteten gern noch Fragen interessierter Gäste. Wenn dann die eigenen Werke an der Reihe waren, merkte man auch den routinierten Sprayern an, dass sie an ihren Bildern hängen und gespannt sind, wie viel ihre Mühen wert sind.

Nicht nur die Werke der Profis gingen über den Auktionstisch. Auch Bilder der Projektteilnehmer aus dem Wermsdorfer Caritasheim fanden Interessenten. Insgesamt waren es sechs Bilder und eine Fotografie, die einen neuen Eigentümer fanden. Anja Kohlbach zeigte sich erfreut über die Kaufbereitschaft der Oschatzer. "Wir haben 505 Euro eingenommen, die wir für die Weiterführung des Projekts verwenden werden und das freut uns alle sehr", fasste sie das erfolgreiche Wochenende zusammen.

Bärbel Schumann/Janett Petermann

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