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Oschatz 600 Kilogramm Hausmüll aus Oschatz in Bornitz entsorgt
Region Oschatz 600 Kilogramm Hausmüll aus Oschatz in Bornitz entsorgt
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00:34 14.04.2018
Umweltfrevler haben diese mit Hausmüll befüllten Säcke in Bornitz vor einem Mehrfamilienhaus abgekippt und müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Quelle: privat
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Oschatz/Bornitz

Für reichlich Ärger sorgte der letzte Sperrmülltag in der vergangenen Woche im Liebschützberger Ortsteil Bornitz. Heimlich, still und leise hatten in der Nacht Unbekannte an mehreren Standorten im Dorf säckeweise ihren Restmüll entsorgt. „Darin befand sich Unrat jeglicher Art, von Babywindeln über Flaschen bis hin zu Essensresten“, ist Claudia Schober-Hermann empört.

Die Geschäftsführerin eines Oschatzer Unternehmens besitzt in Bornitz ein Mehrfamilienhaus und ist dort für die Entsorgung verantwortlich. Deshalb wandte sie sich nach eigenen Angaben an die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH (ATO) und bekam zunächst die Antwort, dass sie „auf dem Haufen sitzen bleibe“ und die Kosten auf ihre Mieter umlegen solle. Damit gab sich die Oschatzerin nicht zufrieden und erkundigte sich bei der Polizei. Die Beamten verwiesen wiederum an das Ordnungsamt. „Ende vom Lied ist nun, dass sich eine nette Dame vom Umweltamt der Sache angenommen hat und nun doch recht kurzfristig alles beräumt werden soll“, so Schober-Herrmann. Denn nicht nur ihr wurde ein Müllberg auf das Grundstück gekippt, auch einige Hausbesitzer in der Nachbarschaft seien betroffen.

Im Müll Oschatzer Adresse entdeckt

Unteressen sind auch die Mieter von Claudia Schober-Hermann aktiv geworden und nahmen den Müll vor ihrer Haustür genauer unter die Lupe. Darin fanden sie schließlich Namen und Anschrift „Dresdener Straße 10 in Oschatz – ehemalige Landwirtschaftsbank“. Dort wohnen nach ihrer Kenntnis rumänische oder bulgarische Bürger. Die Oschatzerin befürchtet nun, dass sich die illegale Müllentsorgung auch in Zukunft fortsetzt und diese Leute ihre Abfälle immer zu den Sperrmüllterminen in den Dörfern verteilen. Sie hofft, dass diese Menschen dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Behörde bereitet die Beweise auf

„Nach Eingang der Anzeige von Frau Schober-Hermann wurde am 23. Februar durch die Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde (UABB) die Beräumung der Abfälle durch die ATO beauftragt“, teilte der Sprecher des Landratsamtes Nordsachsen Peter Stracke auf OAZ-Anfrage mit. Die Umweltwacht der ATO habe die Abfälle dann am 24. und 27. Februar vollständig beräumt. „Es handelt sich vorrangig um Hausmüll mit einem Gesamtgewicht von etwa 600 Kilogramm. Eine Oschatzer Adresse wurde mehrfach bei den Abfällen gefunden. Zurzeit wird das Protokoll erstellt und die Beweise aufbereitet“, so Stracke weiter. Der mögliche Verursacher erhalte zwecks Anhörung von der Unteren Abfallbehörde ein Anschreiben und werde auf die Ordnungswidrigkeit, die ein Bußgeld nach sich zieht, hingewiesen. Zur weiteren Bearbeitung erfolge abschließend die Übergabe der Akten an die Zentrale Bußgeldstelle. „Gegen den Verursacher kann eine Geldbuße zwischen 100 und 1500 Euro verhängt werden“, weiß Stracke.

Von Heinz Großnick

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