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Oschatz 70 Unternehmen werben in Oschatz um nächsten Azubi-Jahrgang
Region Oschatz 70 Unternehmen werben in Oschatz um nächsten Azubi-Jahrgang
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13:01 16.09.2018
Die 23. Oschatzer Ausbildungsmesse lockte hunderte Schüler und Eltern in die Agentur für Arbeit. Mehr Fotos und Video: www.lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Fotos: Christian Neffe
Oschatz

Den Weg zum Arbeitsamt geht man für gewöhnlich nur ungern. Am Samstag jedoch zeigte sich ein ganz anderes Bild vor und in der Oschatzer Agentur für Arbeit: Hunderte Schüler und Eltern pilgerten in die Oststraße. Der Grund: Die Ausbildungsmesse lud zum inzwischen 23. Mal in die Döllnitzstadt.

23. Ausbildungsmesse Oschatz

70 Unternehmen – größtenteils aus der Region, aber auch einige außerhalb von Nordsachsen – warben hier um den nächsten Azubi-Jahrgang.

An den Ständen gab es Broschüren und Infos aus erster Hand, allerlei Kleinigkeiten wie Süßkram, Kugelschreiber oder Zollstöcke lagen zur Mitnahme bereit. Wer noch ein Foto für seine Bewerbungsunterlagen brauchte, konnte das direkt vor Ort schießen lassen – inklusive kostenfreiem Styling im voraus.

Großes Interesse für Handwerk und Soziales

Auf besonders reges Interesse stießen die Räume, in denen sich Unternehmen aus den Bereichen Handwerk sowie Soziales präsentierten. Eine der vielen, die sich für eine Ausbildung zur Erzieherin interessierten, war die 15-jährige Tina Kahl. „Ich konnte schon immer gut mit Kindern umgehen. Mir macht es einfach Spaß, ihnen etwas beizubringen.“ Sie habe sich zwar schon beworben – aber umschauen schade ja nichts.

Aber nicht nur angehende, sondern auch frisch gebackene Azubis waren anwesend. Zum Beispiel Robin Scholz, der die Messe im vergangenen Jahr noch als Schüler besuchte und nun im zweiten Monat seiner Ausbildung in der Personalabteilung des Wasserversorgers Oewa steckt. Im dritten Stock machte er anderen seinen Job schmackhaft – und hatte dabei „gut zu tun“.

Ausbildungsmesse ist ein Erfolgsmodell

Scholz ist eines von vielen Beispielen dafür, dass die Ausbildungsmesse ein Erfolgsmodell ist. Wie notwendig sie für die Unternehmen aber nach wie vor ist, brachte Arbeitsagentur-Chefin Cordula Hartrampf-Hirschberg auf den Punkt: Der Markt habe sich „drastisch verändert“, es gebe immer weniger junge Menschen – ganz anders als zur Premiere der Ausbildungsmesse im Jahre 1996, als auf eine Ausbildungsstelle noch zehn Bewerber kamen. „Heute ist das Verhältnis fast eins zu eins.“ Landrat Kai Emmanuel (parteilos) appellierte deshalb: „Liebe Jugendliche, nutzen Sie die Angebote“, und warb vor allem für eine duale Berufsausbildung. Gleichwohl spricht dies nicht gegen eine konventionelle Ausbildung, wie Bürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) weiß. „So eine Veranstaltung ist gut und wichtig. Wir als Stadt suchen hier deshalb nicht nur neue Azubis, sondern unterstützen die Messe auch generell“, so der gelernte Nachrichtentechniker.

Stilvoller Ausklang mit Modenschau

Einen stilvollen Ausklang fand die 23. Ausbildungsmesse mit einer Modenschau, auf der es jedoch nicht um die neuesten Kreationen von Karl Lagerfeld und Co. ging. Das Ganze hatte vielmehr einen praktischen Nutzen: „Wir möchten den Jugendlichen – und ihren Eltern – zeigen, welche Garderobe für Vorstellungsgespräche in verschiedenen Branchen empfehlenswert sind“, so Yvonne Lange von der Agentur für Arbeit. Sie zog bereits kurz vor Mittag ein positives Fazit zur Messe: „Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl der Besucher. Das Interesse ist da, die Firmen suchen. Und es liegen bereits die ersten Anmeldungen für 2019 vor.“

Von Christian Neffe

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