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Oschatz Ab 2018 Heiraten im Ovalsaal von Schloss Hubertusburg in Wermsdorf
Region Oschatz Ab 2018 Heiraten im Ovalsaal von Schloss Hubertusburg in Wermsdorf
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13:10 10.11.2017
Quelle: Dirk Hunger
Wermsdorf

Hochzeiten in ganz märchenhaftem Ambiente können Paare ab dem kommenden Jahr in Wermsdorf feiern. Dann sollen erstmals Trauungen im Schloss Hubertusburg möglich werden. Interesse dafür gab es bisher schon, bestätigte Susann Härtel, Standesbeamtin der Gemeinde. Bisher mussten die Paare jedoch vertröstet werden. „Viele haben dann im Alten Jagdschloss geheiratet, was für Hochzeiten natürlich auch einen wunderbaren Rahmen bietet“, sagt sie. Ab 2018 könne man Heiratswilligen jedoch den Wunsch erfüllen, im Barockschloss „Ja“ zu sagen.

Bürgermeister Matthias Müller und Standesbeamtin Susann Härtel im Ovalsaal des Schlosses. Quelle: Jana Brechlin

Zunächst sind dafür zwei Termine vorgesehen: Am 14. Juli und am 8. September könnten jeweils bis zu drei Ehen geschlossen werden. Beide Tage seien zunächst ein Angebot der Gemeinde. „Wir sind jetzt gespannt, wie der Zuspruch ist“, sagt Bürgermeister Matthias Müller. Man habe sich zuvor mit dem Zentralen Flächenmanagement des Freistaates abgestimmt, das die Landesimmobilie verwaltet. „Von dort kam schnell das Signal, dass dem Angebot nichts im Wege steht“, freut sich Müller. Pächter der Räumlichkeiten ist die Gemeinde bereits.

Bisher schon beliebtes Fotomotiv

Viele Paare, die in Wermsdorf oder der Umgebung heiraten, hätten bisher schon die Kulisse von Schloss Hubertusburg für ihre Fotos genutzt, nun sei es auch möglich, im Schloss zu heiraten. Getraut werden Interessenten dann im Ovalsaal, der dafür allerdings hergerichtet werden muss: Ein passender Tisch für die Zeremonie fehlt bisher. „Dafür müssen wir den Transport mit unserem Bauhof aus dem Alten Jagdschloss organisieren“, blickt der Bürgermeister voraus. Und die Bestuhlung im Ovalsaal werde entsprechend aufgestellt. „Ich stelle mir das schon sehr schön vor: Wie die großen Flügeltüren aufgehen und das Brautpaar hier in den Saal einzieht“, schwärmt Standesbeamtin Susann Härtel, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Annett Kretschmer für Trauungen zuständig ist.

Aufpreis für zusätzliches Angebot im Barockschloss

Für das neue Angebot in Wermsdorf wird ein Aufpreis fällig: 300 Euro zusätzlich müssen Paare bezahlen, wenn sie ab 2018 im Ovalsaal Ja-Sagen wollen. „Das ist dem zusätzlichen Aufwand geschuldet, wenn wir den Saal vorbereiten und reinigen müssen“, begründet Bürgermeister Matthias Müller. Dafür bekomme die Hochzeitsgesellschaft einen einmaligen Rahmen und viel Platz für die zunehmend wachsende Gästeschar geboten.

Wermsdorf als Heiratsgemeinde

Bisher wurden im Standesamt des Alten Jagdschlosses in Wermsdorf in diesem Jahr schon 50 Paare getraut. „Wir haben viele Interessenten von auswärts, die hier heiraten wollen, weil sie oft auch gleich in der Gemeinde zum Feiern Restaurants und Hotelzimmer nutzen“, so Müller. Das wolle man unterstützen, indem man mit dem Ovalsaal als Hochzeitsort das Angebot erweitere. „Das trägt natürlich auch dazu bei, Schloss Hubertusburg und Wermsdorf bekannter zu machen. Ich bin froh, dass meine Mitarbeiter so offen sind und diese Pläne mittragen“, fügt er hinzu. Susann Härtel und Annett Kretschmer jedenfalls freuen sich, künftig nicht nur im Alten Jagdschloss, sondern auch im Barockschloss Hubertusburg tätig zu werden. Und womöglich kommt in Zukunft noch eine dritte Außenstelle des Standesamtes hinzu: „Wenn wir irgendwann auch Trauungen in einem Zimmer des Albertturmes auf dem Collm anbieten könnten – das wäre fantastisch“, findet Susann Härtel. Wann es soweit ist, steht aber noch in den Sternen. „Dazu müssen wir die Innensanierung bewältigen und die nötigen Anschlüsse schaffen. Dieses Jahr war ja erst einmal die Außentreppe dran“, sagt Bürgermeister Matthias Müller. Dennoch, er habe nichts dagegen, wenn Wermsdorf eines Tages als „Heiratsgemeinde“ bekannt wird.

Von Jana Brechlin

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