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Oschatz Ab Ostersonntag: Museumsbesuch in Oschatz wird teurer
Region Oschatz Ab Ostersonntag: Museumsbesuch in Oschatz wird teurer
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00:20 27.03.2018
Stadt- und Waagenmuseum Oschatz Quelle: privat
Oschatz

Kein Aprilscherz: Ab Sonntag, dem 1. April, gelten im Stadt- und Waagenmuseum neue Eintrittspreise. Der Stadtrat beschloss eine moderate Erhöhung sowie die Einführung einer Familienkarte (siehe Kasten), die es so bisher nicht gab. Kinder bis 15 Kilogramm Eigengewicht und Inhaber des Sozialpasses der Stadt haben freien Eintritt. Der Stadtrat folgte einer Entscheidung des Eigenbetriebs Oschatzer Kultureinrichtungen (EOK). Jörg Bringewald, einer der Geschäftsführer des EOK und zugleich Kämmerer der Stadtverwaltung, führte mehrere Gründe an, die für eine Erhöhung sprechen.

Mehrere Gründe sprechen für Anpassung

So gelten seit dem Jahr 2010 die gleichen Preise, obwohl der städtische Zuschuss für den Museumsbetrieb in den vergangenen vier Jahren von unter 100 000 Euro auf über 100 000 Euro angestiegen ist. Zudem profitierten Museumsmitarbeiter von den Tarifanpassungen für Beschäftige im öffentlichen Dienst. Weiterhin unterliege die Co-Finanzierung des Eigenbetriebs durch den Kulturraum Leipziger Raum Änderungen, auf die man reagieren müsse. Und schließlich hätten etliche Besucher ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, wie niedrig der Eintritt im Oschatzer Museum doch sei, vor allem bei den Sonderausstellungen.

Museumsleiterin Dana Bach bestätigt diese Besucheraussagen. Sie habe festgestellt, dass das Stadt- und Waagenmuseum im vergangenen Jahr überregional an Bekanntheit gewonnen hat und führt das vor allem auf die Ausstellung zum 1. Königlich-Sächsischen Ulanenregiment Nr. 17 in Oschatz in den Räumen des Museums zurück. Diese Sonderausstellung zog zahlreiche Besucher, vor allem von außerhalb, an und verlangte über ein Jahr akribische Vorbereitungen, so Bach.

Linkspartei und NPD-Abgeordneter legen Veto ein

Auch andere besondere Schauen, etwa zum Sandmann, Lego, dem Ersten Weltkrieg oder dem Oschatzer Fotografen und Stadtchronisten Hermann Koczyk, waren Besuchermagneten. Letztere zog vor allem Oschatzer an. „Wir sollten uns also nicht unter Wert verkaufen“, meint Bach. Insgesamt seien die Besucherzahlen stark von den Sonderschauen abhängig. In der jüngsten Vergangenheit stechen besonders die Jahre 2011 und 2017 mit über 5000 Besuchern heraus. Die übrigen Jahre seit der letzen Angleichung der Eintrittspreise schwanken zwischen 3172 Besuchern im Jahr 2013 und 4451 zahlenden Gästen im Jahr 2010.

Die Fraktion der Linkspartei beantragte, die Entscheidung über die Preiserhöhung zu vertragen, ebenso der NPD-Abgeordnete Uwe Bautze. Sie stimmten gegen die Erhöhung. Thomas Schneider (Die Linke) sprach von einem „bildungs- und kulturpolitisch falschen Signal“, Peter Streubel (Die Linke) empfand die angeführte Begründung für die Erhöhung als „Zumutung“. Er forderte detaillierte Information und Diskussion inhaltlicher, finanzieller, personeller und materieller Natur zum Museum und wolle erst in sechs Monaten darüber befinden. Der fraktionslose CDU-Stadtrat Albert Pfeilsticker hielt dem entgegen, dass eine politische Entscheidung nicht besser werde, wenn man sie vertagt.

Von Christian Kunze

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