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Oschatz Ab September brechen beim Oschatzer Platschbad neue Zeiten an
Region Oschatz Ab September brechen beim Oschatzer Platschbad neue Zeiten an
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17:17 18.08.2016
Die Saunalandschaft des Platschbades ist eine stabile Einnahmequelle. Hier soll es die wenigsten Veränderungen geben. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Für das Oschatzer Platschbad werden ab September neue Zeiten anbrechen. Nach der Revisionswoche im Bad treten Neuregelungen in Kraft. Ganz neu ist die Thematik nicht, der Stadtrat hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Thema beschäftigt. Doch jetzt ist klar, womit die Badgäste ab dem 10. September zu rechnen haben.

1. Entsprechend der personellen Ressourcen werden mit einem Ein-Schichtbetrieb die Öffnungszeiten abgedeckt – entsprechend gelten veränderte, verkürzte Öffnungszeiten (siehe Kasten).

2. Der Rutschenturm und das Solebecken werden geschlossen.

3. Auswirkungen gibt es auf die Eintrittspreise. Die sind bei Badebetrieb teilweise niedriger, weil durch die Rutschen- und Beckenschließung auch ein geringerer Service angeboten wird. Beim Saunabesuch verändern sich Preise nicht.

4. Bei der Gastronomie müssen die Badbesucher künftig mit dem Snackangebot aus einem Automaten vorlieb nehmen. In der Sauna wird weiterhin durch das Personal ein Getränke- sowie ein Imbissangebot abgesichert.

„Der Knackpunkt für uns sind die veränderten Öffnungszeiten, weil hier einige Badbesucher zeitliche Umstellungen und damit Veränderungen bei persönlichen Tagesabläufen hinnehmen müssen“, bedauert die Geschäftsführerin des Bades Uta Moritz. Allen Beteiligten an der Planung sei aber wichtig gewesen, dass das Platsch weiter im Sieben-Tage-Betrieb öffnet. „Bei anfänglichen Überlegungen war das nicht so“, bestätigt Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Die Veränderungen am Platsch wurden im Vorfeld nicht nur mit Personal und Stadtrat, sondern auch mit dem Badbeirat abgestimmt. Allerdings sind die Neuerungen nur Zwischenlösungen, bis klar ist, wie es endgültig mit dem Platsch weitergeht.

„Perspektivisch sieht es so aus, dass wir den jährlichen Zuschuss zum Bad auf rund 500 000 Euro drücken müssen. Ein beauftragtes Planungsbüro ist gerade dabei, verbindliche Berechnungen anzustellen“, sagt Oberbürgermeister Kretschmar. Dies sei allerdings nur umsetzbar, wenn das Bad umgebaut und umgenutzt wird und entsprechende Fördermittel fließen. „Im Endeffekt gibt es perspektivisch nur zwei Varianten: einen Antrag auf Fördermittel stellen oder das Bad schließen“, so Kretschmar, der das Thema aus noch mal bei einem Oschatzer Gespräch diskutieren will.

Von Hagen Rösner

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