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Abenteuer DHB-Pokal für SHV Oschatz beendet

Abenteuer DHB-Pokal für SHV Oschatz beendet

Am Ende gab es gegen den VfL Oldenburg mit 23:39 (11:17) ein klares Ergebnis sowie das Aus für den SHV Oschatz im DHB-Pokal - dennoch waren nur zufriedene Gesichter in der Rosentalsporthalle zu sehen.

Oschatz.

 

Von Kerstin Staffe

 

 

 

Das SHV-Team hat sich durchaus achtbar aus der Affäre gezogen. Keiner der zahlreichen, für beste Stimmung in der Rosentalsporthalle sorgenden Zuschauer hat tatsächlich das Wunder erwartet. Alle bescheinigten dennoch der SHV-Sieben von Trainerin Jana Delor eine gute Leistung. "Unser Respekt vor dem Gegner war riesig, das hat man in der Anfangsphase deutlich gesehen. Da hätte ich mir ein wenig mehr Biss gewünscht. Aber alles in allem geht der Sieg für Oldenburg natürlich in Ordnung. Und 23 Tore gegen einen Erstligisten müssen erst einmal erzielt werden", zeigte sich die SHV-Trainerin entspannt.

Die in den ersten Minuten herausgespielten Oschatzer Chancen wurden allesamt Beute der Gästetorhüterin, aber auch Katrin Miersch stand ihr bei den Paraden nicht nach. Symptomatisch: Der erste Oldenburger Treffer war ein Kontertor. Eine Reihe von Ballverlusten, die auf die Fokussierung der Gäste auf das Zusammenspiel von Spielmacherin Ivana Vujica und Carmen Schneider zurückzuführen waren, gestatteten in der ersten Halbzeit zehn Kontertore für den Bundesligisten. Aber auch der SHV bekam seine Chancen. Zwar zogen die Gäste nach Carmen Schneiders Ausgleich zum 1:1 mit vier Gegenstoßtoren auf 1:5 (9. Minute) davon, aber Oschatz bemühte sich weiter und kam durch Treffer von Vujica, Schneider und Häußler auf 4:7 (15.) heran. Der SHV ließ auch nicht locker, als beim 7:16 (23.) schon eine Vorentscheidung in Sicht war. Carmen Schneider erkämpfte sich einen abgewehrten Ball und traf im zweiten Anlauf zum 8:17. Christin Müller und Nicole Natzschka setzten sich ebenfalls durch und steuerten ihre Treffer bei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verloren die Oschatzer den Ball, die Gäste konnten keinen Nutzen daraus schlagen, und Katrin Miersch spielte schnell nach vorn. Von Ivana Vujica gab es den langen Pass auf Franziska Staffe, die sich im Rücken des Gegners nach vorn gepirscht hatte und den Konter zum 11:17-Pausenstand im Tor unterbrachte.

Nach dem Seitenwechsel reduzierte der SHV die Ballverluste. Jetzt hatten die Oschatzer die Scheu vor dem Bundesligisten zwar abgelegt, konnten aber dem größer werdenden Vorsprung nicht viel entgegensetzen. In der 37. Minute fiel das 12:22 und damit erstmals die Zehn-Tore-Differenz. Zwei Oschatzer Ballverluste ohne Not hatten logischerweise wieder zwei Tempogegenstoßtreffer zur Folge. Aber insgesamt ließ der SHV nur drei Kontertore in der zweiten Halbzeit zu. Sarah Eichhorn knüpfte in der zweiten Spielhälfte an ihre Leistung aus der Vorwoche an und konnte ebenfalls fünf Paraden für sich verbuchen. Dem Selbstvertrauen von Luise Ganske tat es sicher gut, vier Strafwürfe an einer Bundesligatorhüterin vorbei gebracht zu haben.

So gab es diesmal die kleinen Erfolgserlebnisse in der fair geführten Partie. Auch die Unparteiischen Dr. Lutz Daßler und Lutz Günther trugen dazu bei, denn sie leiteten dieses Achtelfinale souverän und mit viel Fingerspitzengefühl. Der SHV wollte zum einen 40 Gegentore verhindern und zum anderen nicht mehr als 20 Tore Unterschied zulassen. Beides ist gelungen. Mehr war nicht drin. Der sympathische Gästetrainer Leszek Krowicki sagte nach dem Spiel: "Ja, ich bin davon ausgegangen, dass wir gewinnen. Das ist bei dem Klassenunterschied jedoch ganz normal. Mein Team hat sich in einigen Situationen nicht so verhalten, wie erhofft. Aber wir haben auch allen Spielerinnen Einsatzzeit gegeben und dadurch viel gewechselt. Die Oschatzer haben sich gut verkauft, 23 Tore sind eine gute Leistung."

Die Verantwortlichen des SHV Oschatz bedanken sich bei allen Helfern und Unterstützern dieser Begegnung: Allen voran bei dem tollen, fachkundigen Publikum in der Rosentalsporthalle, genauso aber bei der Stadt Oschatz für die Unterstützung und bei den Fans, die sich bei arktischen Temperaturen um die Parkplatzordnung gekümmert haben. Auch die Zusammenarbeit mit der Oschatzer Sicherheitsfirma hat super funktioniert. Deren Einsatzleiter lobte das Handballpublikum: "Das war ein sehr schöner Einsatz für uns, alles lief in freundlicher Atmosphäre ab."

 

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Heine, Schneider (8), Vujica (3), Wiersma, Häußler (3), Ganske (4/4), Natzschka (1), Staffe (2), Müller (2), Ludwig, Böhm.

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