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Oschatz Abfischen in Zeuckritz: Fangfrische Ware ab drei Kilo aufwärts
Region Oschatz Abfischen in Zeuckritz: Fangfrische Ware ab drei Kilo aufwärts
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10:45 19.10.2015
Karpfen satt präsentierten am Wochenende die Zeuckritzer. Dort wurde der Schwemmteich abgefischt. Quelle: Dirk Hunger
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Zeuckritz

"Wir machen das jetzt zum 13. Mal. Damit ist die Tradition ein wenig jünger als die des Oster- und Johannisfeuers in Zeuckritz", so Jentzsch. All das organisiert die Feuerwehr, außerdem kommen im Jahr meist zwei Radtouren, eine Familienwanderung am Tag der deutschen Einheit und das Glühweinfest Ende November dazu.

Am vergangenen Wochenende drehte sich dagegen alles um den Fisch. Hechte und Karpfen fischen die Männer vor allem aus dem Teich am Ortsausgang gen Reudnitz, die Frauen "fischen" derweil das Geld aus Portemonnaies der Besucherinnen und Besucher. Die scheinen von den übrigen Fischfesten in der Region zu dieser Jahreszeit, gleich um die Ecke in Bucha und Schirmenitz, und auch vom Wermsdorfer Horstseefischen noch nicht gesättigt zu sein. "Wir achten immer darauf, dass wir uns mit den anderen Veranstaltungen nicht überschneiden, und das klappt auch sehr gut", sagt Wehrleiter Andreas Jentzsch.

"In Zeuckritz ziehen wir keinen Fisch aus dem Wasser, der nicht wenigstens drei Kilo auf die Waage bringt", meint Reiner Mulla-Bei. Und tatsächlich glaubt man ihm beim Anblick der prächtigen Karpfen, die in den bereitgestellten Bottichen schwimmen. Die Hechte sind freilich nicht ganz so schwer, dafür sind sie ordentlich lang. Mulla-Bei ist selbst ein Freund des Seefisches. "Den habe ich lieber, aber gegen einen ordentlichen Karpfen blau ist auch nichts einzuwenden, vorausgesetzt er wiegt nicht nur zwei Pfunden, dann ist außer Gräten nichts zu holen", meint er. Als nicht unbedingt für Fisch zu begeisternder hat er die Rolle des Grillmeisters übernommen und reicht die Bratwürste. Neben Fischsuppe und Fischbrötchen kann auch fangfrische Ware gekauft werden.

Zu den Stammgästen beim Abfischen in Zeuckritz kann Rainer Böhme gezählt werden. Der 63-Jährige genießt hier vor allem den Hecht, die Fischsuppe und den Plausch mit den Nachbarn. "Man sieht sich ja doch immer seltener", bedauert er, "beim Fischen kommt man dann doch mal ins Gespräch und bleibt auf dem Laufenden über das, was so los ist im Dorf", meint er. Bis vor wenigen Jahren hat er auch selbst noch mit beim Abfischen geholfen, überlässt das nun aber den Jüngeren.

Christian Kunze

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