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Oschatz Abschied vom Kunstgarten 2012
Region Oschatz Abschied vom Kunstgarten 2012
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16:39 07.10.2012
Gabriele Thibault, Steffi Gutzeit und René Dünki (v.l.) begutachten die "Billertianer" im Garten des Kunstvereins Oschatz. Quelle: Sven Bartsch

"Eigentlich ist das heute keine Vernissage, sondern eher eine Finissage", erklärte Doris Köhler zum Auftakt des Abends. Was das bedeutet, erklärte sie im Nachgang. Die Werke der Künstler sind fertig und verschönern im Moment noch den herbstlichen Garten in der Gartensparte Erich Billert. Bald wird die Witterung aber die Künstler dazu zwingen, mit ihren Stücken wärmere, trockenere Ausstellungsorte aufzusuchen.

Zum Abschied gab es aber für die Besucher noch ein kleines Trostpflaster. Liebevoll aus Streichholzschachteln gebastelte Päckchen konnte am Freitagabend jeder Gast mit nach Hause nehmen. Gefüllt waren die Päckchen mit verschiedenen Samen, um den heimischen Garten im nächsten Jahr blühen zu lassen, einem philosophischen Spruch zum Thema Gärtnern und einem Mitgliedsantrag des Vereins. "Vielleicht können wir noch jemanden begeistern", hofft Doris Köhler.

Der Garten wird nun noch bis zum Wintereinbruch von insgesamt acht Installationen geschmückt. Jeder Künstler hatte dabei einen anderen Ansatz, um das Ausgangsmaterial zu verarbeiten. Die Mitglieder des Oschatzer Kunstvereins hatten beliebig viele Eisenstangen zur Verfügung, um sich kreativ auszutoben. So verschieden wie die Künstler waren dann auch die Ergebnisse. Gabriele Thibault sah das Projekt mit einem Augenzwinkern und fertigte aus umgestülpten Tetrapaks und den Stangen "Schachtelhalm", der nun in voller Pracht im Garten sprießt. "Schachtelhalm ist eine sehr alte Pflanze, die einfach nicht kaputt zu kriegen ist", beschreibt sie ihren Denkanstoß.

Doch nicht nur der Kunstverein, sondern auch Oschatzer Schüler trugen zur Gestaltung bei. Die Klasse 5/3 des Thomas-Mann-Gymnasiums fertigte bunte "Billertianer" aus umgedrehten Waschmittelflaschen an. So lernten die Schüler schon früh, dass es auch in der Kunst nicht immer teure Materialien sein müssen, sondern auch aus alltäglichen Gegenständen Tolles hergestellt werden kann.

Mit dem Wetter hatten Billerts Künstler so richtig Glück. Stimmungsvoll tauchte die untergehende Sonne die Künstler und ihre Werke in herbstliches Abendrot. Untermalt mit Vivaldis "Vier Jahreszeiten" war es so für den Kunstverein ein gelungener Abschluss seines Projektes.

Janett Petermann

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