Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Abwasser wird im Raum Oschatz für Verbraucher teurer
Region Oschatz Abwasser wird im Raum Oschatz für Verbraucher teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:06 08.09.2016
Derzeit investiert der Abwasserverband beispielsweise in den Kanalbau am Stadthaus – Michael Thiere (l.) und Marcel Mittler von der Firma Reimann nehmen den neuen Kanal mit moderner Kontrolltechnik unter die Lupe. Quelle: Foto: Dirk Hunger
Anzeige
Region Oschatz

Die Einwohner der Städte und Gemeinden Oschatz, Dahlen, Naundorf und Liebschützberg müssen ab dem kommenden Jahr mit veränderten Kosten für die Abwasserentsorgung rechnen. Bei der Tagung der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes „Untere Döllnitz“ am Dienstag wurde erstmals öffentlich über die neuen Gebühren gesprochen. Dabei werden sich die Verbraucher mit teilweise steigenden Gebühren anfreunden müssen. Allerdings ist noch kein endgültiger Beschluss gefasst worden. Der wird erst in der nächsten Verbandsversammlung erwartet.

Zum 31. Dezember 2016 läuft der aktuelle Kalkulationszeitraum aus. Damit muss der Verband entsprechend der aktuellen Kostensituation, der aktuellen Abwassermengen und der geplanten Investitionen seine Gebühren neu berechnen und gegebenenfalls anpassen. „Unser oberstes Gebot lautet, dass wir im Verbandsgebiet kostendeckend arbeiten müssen, um Zuschüsse durch die Mitgliedsgemeinden zu vermeiden“, sagt der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, der zugleich Verbandsvorsitzender ist.

Um die Gebührenentwicklung für die kommenden beiden Jahre korrekt zu berechnen, hat sich der Abwasserverband mit Alexander Arenswald von der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland kompetente Unterstützung ins Boot geholt. Er stellte den Verbandsräten in Kurzversion die Eckdaten für die Gebührenentwicklung vor. Dabei wird es auch in den nächsten Jahren eine gebührenmäßige Zweiteilung des Verbandsgebietes geben – in den Altverband mit den Kommunen Oschatz, Liebschützberg und Naundorf und in das Gebiet Dahlen.

Und so werden sich voraussichtlich die Gebühren im Altverbandsgebiet entwickeln: bei zentraler Entsorgung: Verbrauchsgebühr aktuell 1,66 Euro pro Kubikmeter (neu 1,66 Euro). Grundgebühr: aktuell 6,13 Euro pro Wohneinheit im Monat (neu 8,65 Euro); bei dezentraler Entsorgung: Verbrauchsgebühr aktuell 1,22 Euro pro Kubikmeter (neu 1,22 Euro). Grundgebühr: aktuell 5,61 Euro pro Wohneinheit im Monat (neu 6,74 Euro). Beim Niederschlagswasser bleibt der Preis bei 0,37 Euro pro Quadratmeter angeschlossener Fläche.

Die Gebühren im Entsorgungsgebiet Dahlen könnten sich so entwickeln: bei zentraler Entsorgung: Verbrauchsgebühr aktuell 2,45 Euro pro Kubikmeter (neu 3,89 Euro). Grundgebühr: aktuell 6,13 Euro pro Wohneinheit im Monat (neu 8,75 Euro); bei dezentraler Entsorgung: Verbrauchsgebühr aktuell 1,22 Euro pro Kubikmeter (neu 1,25 Euro ). Grundgebühr: aktuell 3,58 Euro pro Wohneinheit im Monat (neu 3,58 Euro). Beim Niederschlagswasser erhöht sich der Preis von 0,52 Euro auf 0,88 Euro pro Quadratmeter angeschlossener Fläche.

Für das gesamte Verbandsgebiet gelten einheitliche Gebühren für die Entsorgung von abflusslosen Gruben von 18,30 Euro und die Entsorgung von Kleinkläranlagen von 39,98 Euro.

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Wermsdorfer Gemeinderat fordert einen Radweg zwischen Oschatz und Wermsdorf. Grundsätzlich, so der Tenor, sind mehr direkte und sichere Verbindungen für Alltagsradler nötig. Ein Bedarf für die Strecke wurde bereits bestätigt, die Umsetzung kann allerdings noch dauern.

07.09.2016

Die Döllnitzbahn erwartet einen besonderen Gast zum Bahnhofsfest am Wochenende. den Nachbau der sächsischen Schmalspurlok IK. Der war zwar schon im Mügelner Netz im Einsatz, kommt aber diesmal mit Waggons aus den Anfangszeiten der Bahn. So können die Besucher sehen und erfahren, wie Reisen anno 1900 ablief.

08.09.2016

Der Gemeinderat Liebschützberg befürwortete jetzt den geplanten Bau eines Solarparkes mit zwei Photovoltaikanlagen von 3,5 beziehungsweise fünf Megawatt in Bornitz. Die Energiebauern GmbH aus Sielenbach in Bayern hatte das Vorhaben im Gemeinderat vorgestellt und will voraussichtlich im November vor dem Gremium Details erläutern.

07.09.2016
Anzeige