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Oschatz Abwasserverband Untere Döllnitz informiert zu Hochwasser-Eigenvorsorge
Region Oschatz Abwasserverband Untere Döllnitz informiert zu Hochwasser-Eigenvorsorge
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17:00 14.04.2019
Marcel Lentz demonstriert den Besuchern des Tages der offenen Tür auf der Kläranlage Oschatz die Funktionsweise einer Rattenköderbox. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Fließende Informationen gab es am Sonnabend auf der Kläranlage in der Mannschatzer Straße. Der Abwasserverband Untere Döllnitz richtete bei seinem Tag der offenen Tür den Fokus auf die Problematik Hochwasserschutz und da im speziellen auf die Eigenvorsorge der Kunden im Verbandsgebiet.

Kommunen geben vor, was in puncto Abwasser investiert wird

Verbands-Geschäftsführer Frank-Peter Streubel machte deutlich, dass Hochwasserschutz zwar zu den Aufgaben des Verbandes gehöre, allerdings nur in dem Rahmen, den die Mitgliedskommunen vorgeben. „Was investiert wird, muss demokratisch errungen werden – und das dauert mitunter seine Zeit. Deshalb sind vor allem jene, die mehrfach gefährdet und betroffen sind, zur Eigenvorsorge aufgerufen“, machte er deutlich. Eine hundertprozentige Sicherheit vor Überflutungen sei durch beide Initiativen nicht gegeben, hob er hervor.

2017 wurde das Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge gegründet

Wo und wie im Ernstfall geholfen oder vernünftig vorgebeugt werden kann, dazu standen die Vertreter des Kompetenzzentrums Hochwassereigenvorsorge Sachsen gegründet. Im Jahr 2017 resultierend aus den Hochwasserereignissen 2002 und 2013 gegründet, sind sie seit Mitte vergangenen Jahres die zentrale Anlaufstelle für Betroffene. Neben der Sensibilisierung für die Eigenvorsorge und Beratung dahingehend sieht es sich vor allem als Vermittler zwischen den Institutionen, bündelt Kompetenzen und – ganz wichtig – bietet Weiterbildungen für Fachkräfte im Bereich Hochwasser an.

Für die Kinder gab es die Abenteuer des Wassertropfens Bruno

Weniger für den Hochwasserschutz als vielmehr für den Lauf des Abwassers von der eigenen Toilette zurück in die Döllnitz interessierte sich am Sonnabendvormittag der kleine Karl Schönherr. Mit seinen Eltern Daniel und Rebecca war er auf das Gelände gekommen, um einmal zu erfahren, wie hier gearbeitet wird. „Wir wohnen fast nebenan in Zschöllau und da sieht Karl natürlich oft die Autos, die hier fahren und die Mitarbeiter. Wir haben in der Wasserzeitung gelesen, dass heute Einblicke möglich sind und diese Chance gleich genutzt“, sagt Mutter Rebecca. Und während Vater Daniel mit den Fachmännern des Verbandes noch über die Möglichkeiten der Klärschlammtrocknung spricht, hat sich Karl im Zelt nebenan schon in die Büchlein vertieft. Die Abenteuer des Wassertropfens Bruno erklären noch einmal kindgerecht den Weg des Wassers – und einiges mehr rund um das Thema Umwelt. Zum Schluss ist dann sogar noch einmal Zeit für das Spiel „Die Toilette ist kein Mülleimer“.

Aufbereiteter Klärschlamm kommt im Straßenbau zum Einsatz

Für die Teilnehmer des Rundgangs über die Anlage hatte Mitarbeiter Peter Jahn noch den einige Fakten parat. So wird dem aus dem Abwasser gefilterte Sand etwa aufbereitet und kommt im Straßenbau wieder zum Einsatz. Die bereits erwähnte Verwertung des Klärschlamms obliegt dem Verband nicht selbst. Bei einer Kapazität von 24 000 Einwohnern Einzugsgebiet rechne sich das nicht, so Jahn. Erst ab der doppelten Menge werde es interessant. Hauptabnehmer ist nach wie vor die Landwirtschaft für die Düngemittelproduktion. an Möglichkeiten der effizienten Trocknung arbeitet der Verband permanent.

Von Christian Kunze

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