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Oschatz Acht junge Oschatzer wollen im Jugendstadtrat mitbestimmen
Region Oschatz Acht junge Oschatzer wollen im Jugendstadtrat mitbestimmen
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06:01 21.03.2018
Der städtische Jugendarbeiter René Werner (l.) mit sieben der acht Bewerber für den neu zu wählenden Jugendstadtrat. Die Kandidaten sind Dominik Leuschner, Tim Reinhardt, Tim Lieback, Emily Griehl, Felix Haugk, Luca Kretschmer und Dario Bäger (v.l.). Es fehlt Jessica Gühne, die ebenso wie Emily Griehl zum zweiten Mal antritt. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Noch bis einschließlich Sonntag, den 25. März, haben Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren aus Oschatz und den Ortsteilen die Chance, ihre Stimme abzugeben. Für den neuen Jugendstadtrat gibt es acht Bewerber, fünf können direkt gewählt werden, die anderen stehen danach als Nachrücker parat.

Vom klassischen Kreuz auf dem Wahlzettel ist die Abstimmung weit entfernt. Entsprechend der Zielgruppe heißt es Klicken statt Kreuzeln. Die Wahl findet zum zweiten Mal in Folge auf digitalem Wege statt – und geht bequem per PC oder Smartphone. Einzig die Wahlbenachrichtigung und der Zugangscode für die Stimmabgabe kommen mit der Post.

Zwei Mädchen und sechs Jungen bewerben sich

In den kommenden zwei Jahren werden sich die fünf Jugendlichen, welche die meisten Stimmen erhalten haben, gemeinsam mit der Verwaltung, dem Oberbürgermeister und sechs entsandten erwachsenen Stadträten im Gremium über Jugend-Belange informieren, diskutieren und Entscheidungen fällen können. Somit ist der Jugendstadtrat ein Instrument der Beteiligung und Mitbestimmung, kann helfen, Interesse für Politik zu wecken und Politikverdrossenheit gar nicht erst aufkommen zu lassen – ähnliche Initiativen gibt es in Torgau und Leipzig, in Delitzsch und Riesa möchte man sie derzeit auf den Weg bringen.

Die sechs männlichen Bewerber in Oschatz sind allesamt neue Gesichter, während die beiden jungen Frauen bereits Mitglieder im Jugendstadtrat sind und sich zur Wiederwahl stellen: Emily Griehl (19) aus Mannschatz und Jessica Gühne (18) aus Oschatz kandidieren mit einem Amtsbonus. Inwiefern der hilfreich ist, wird sich zeigen. Jessica Gühne rückte in der Wahlperiode für Sandra Pohl nach. Während sich Emily Griehl in Ausbildung befindet, absolviert Jessica Gühne derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Region.

Motivation ist unterschiedlich

Die sechs „Frischlinge“ sind Tim Reinhardt (16), Felix Haugk (14), Tim Lieback (14) und Luca Kretschmer (15), allesamt Schüler der Oberschule Robert Härtwig, sowie Dario Bäger (14) vom Thomas-Mann-Gymnasium und Dominik Leuschner (16), der am privaten Bildungszentrum für soziale und medizinische Berufe in Zschöllau auf dem besten Wege ist, Sozialassistent zu werden.

Die Motivation der Bewerber ist unterschiedlich. So freut sich Emily Griehl darauf, bereits begonnene Projekte weiter voranzutreiben, aber auch Neues kennen zu lernen. Sie hat erfahren, dass die Tätigkeit im Jugendstadtrat helfen kann, ihrer Generation die Entscheidungen der kommunalen Verwaltung transparenter zu machen.

Wahlergebnis wird öffentlich verkündet

Den Blick „hinter die Kulissen“ , um Zusammenhänge besser zu verstehen, erhofft sich auch Tim Lieback. Felix Haugk möchte die eigenen Interessen und die Gleichaltriger vertreten, während Luca Kretschmer sich vorgenommen hat, seine Freunde für Demokratie und Mitbestimmung zu sensibilisieren. „Man kann niemanden zwingen, sich zu bewerben oder wählen zu gehen. Aber man kann mit gutem Beispiel vorangehen.“

Für sich geworben haben alle Anwärter auf einen Sitz im Jugendparlament vor allem in persönlichen Gesprächen. Im Verein, zur Familienfeier oder auf dem Schulhof. Die sozialen Medien nutzt dafür keiner.

Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses erfolgt am Montag, dem 26. März, 18 Uhr im Rathaus, voraussichtlich im Tagungsraum im Erdgeschoss. Die Sitzung des Wahlvorstandes ist öffentlich, Besucher gern gesehen.

Von Christian Kunze

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