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Oschatz Achtung, Wespen! Immer mehr Oschatzer reagieren allergisch
Region Oschatz Achtung, Wespen! Immer mehr Oschatzer reagieren allergisch
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00:31 20.08.2015
Wespen sind scharf auf Süßes. Wer im Freien frühstückt und Marmelade auf dem Tisch hat, braucht nicht lange auf die lästigen Insekten warten. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Von Axel kaminski

"Wir hatten Ende April und Anfang Juni unsere ersten Wespen-Einsätze in diesem Jahr", erklärt Wehrleiter Lars Natzke. Dann sei mehrere Wochen Ruhe gewesen. Mit weiteren Insekteneinsätzen rechne er dennoch fest. "Im vergangenen Jahr waren wir noch im November vor Ort, um ein Wespennest zu entfernen", sagt der Wehrleiter.

Die Kameraden schlagen die Nester so ab, dass sie in einer Transportbox landen und die Tiere dort, wo sie keinen stören, abgesetzt werden. Dabei komme die Wehr nur bei Gefahr im Verzug in Einrichtungen der Stadt, zum Beispiel Kindertagesstätten, Schulen oder auf Spielplätzen, zum Einsatz. Auf Privatgrundstücken seien die Eigentümer zuständig, die sich dann an Hausmeisterdienste oder "Kammerjäger" wenden müssten.

Der Eilenburger Hendrik Strothmann ist als Schädlingsbekämpfer im gesamten Landkreis im Einsatz. "In diesem Jahr gibt es etwa so viele, vielleicht sogar ein paar mehr Anfragen wie 2014 - und das war schon viel", sagt der Fachmann. Wespen würden sich besonders gern unter Dachvorsprüngen, in Jalousiekästen, Gartenlauben und Schuppen einnisten. "Während manche Leute gleich anrufen, wenn sie ein Nest entdecken, testen andere, ob sie mit dieser Nachbarschaft leben können", beobachtet Strothmann. Dafür gäbe es gute Gründe. "Die Wespen vertilgen mehr Insekten als ein Vogelpärchen", weiß der Fachmann. "Wer eine Wespe sieht, sollte ruhig bleiben und nicht mit den Händen wedeln", rät er. Problematisch werde es allerdings, wenn man auf allergisch auf Wespenstiche reagiere. Das treffe auf ihn zum Glück nicht zu. Die drei, vier Wespenstiche bei der Arbeit, die er pro Saison einstecken muss, verkrafte er recht gut, gehe da auch nicht zum Arzt, sondern kühle die Einstichstellen einfach.

Dazu rät auch der Oschatzer Allgemeinmediziner Robert Kapitza. "In der Apotheke gibt es dazu frei verkäufliche Präparate als Gel und in Form von Tabletten", erläutert er. Wer allergisch reagiere, sollte bei einem Wespenstich unbedingt den Arzt aufsuchen. Kritisch seien Stiche in Körperöffnungen. Dann müsste der Rettungsdienst alarmiert werden. Eine Häufung von Patienten mit Wespenstichen habe in seiner Praxis nicht festgestellt.

"Pro Tag stellen sich bei uns drei bis fünf Patienten mit Insektenstichen vor. Damit liegen wir deutlich über dem Niveau der letzten Jahre", betont Dr. Hans-Joachim Kolb, Oberarzt in der Inneren Abteilung der Collm-Klinik. Ein bis drei Patienten pro Tag würden stationär aufgenommen. Erstaunlicherweise habe man in dieser Saison viele Patienten, die allergisch auf Wespenstiche reagieren, von dieser Reaktion ihres Körpers aber bisher noch nichts wussten. "Ich rate davon ab, mit dem Auto zum Arzt zu fahren, wenn sich infolge eines Stiches Übelkeit, Kreislaufbeschwerden oder gar Atemnot einstellt", sagt Kolb. Das sei ein Fall für den Rettungsdienst. Diesen Patienten empfehle man, sich nach der Behandlung in der Klink beim Hausarzt oder vom Hautarzt ein Notfallset verschreiben zu lassen.

Axel Kaminski

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