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Oschatz Ackerrace durchpflügt Kleinböhla
Region Oschatz Ackerrace durchpflügt Kleinböhla
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23:09 26.08.2018
Blick auf das Starterfeld: Dicht an dicht geht es beim Ackerrace in Kleinböhla zu. Quelle: Manuel Niemann
Kleinböhla

Staub hängt in der Luft. Bereits beim Aussteigen auf dem zum Besucherparkplatz umfunktionierten Nachbaracker war dem Rennsportfan klar, die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen wird das sechste Ackerrace zu einem besonders erdigen Vergnügen machen.

In den sechs Jahren ist es mittlerweile zu diesem Event gewachsen“, freut sich Mitorganisator Heino Wittig. „Gleich nach dem Winter geht die Planung los, die Fahrer schreiben uns an“, sagt er. Die bewerben sich um einen der raren freien Plätze, die beim Oschatzer Autofrühling verlost werden. Ansonsten gelten die Stammfahrer, die seit Anfangsjahren dabei sind, als gesetzt.

Über 2000 Besucher

Rund 80 ehrenamtliche Helfer beansprucht das mittlerweile, denn aus den 500, die den Jux unter Freunden einst mitverfolgten, sind mittlerweile über 2000 geworden. So viele sind es mindestens wieder, überschlägt Wittig, der sehen kann wie die Zuschauer sich in Dreierreihen an der Streckenbegrenzung drängten.

Davon zeugt auch der Gang durch das Fahrerlager, das im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal aufgestockt ist. 73 Fahrer haben sich angemeldet, die Wagen sind bereits am Vortag abgenommen worden. Zwölf davon in der sogenannten Heckklasse, bei der es keine PS-Begrenzung gibt und in der drei Rennen gefahren werden. In der normalen Serienklasse ist die Leistung der Wagen auf 120 PS beschränkt und keine Umbauten erlaubt.

Zur Sicherheit werden auch hier die Airbags ausgebaut oder deaktiviert, auch Scheinwerfer und Rücklichter müssen raus und es dürfen keine Verstärkungen als Rammschutz angebaut werden. „Dafür haben wir den Streckenverlauf in diesem Jahr so angelegt, dass es eine weitere Überholmöglichkeit gibt“, erklärt Wittig. Drei-Punkt-Gurte, die geltende Helmpflicht und Nackenschütze sorgen während des Rennens für Sicherheit.

Viel Staub, viel Ehr: Zum sechsten Mal wurde im Dahlener Ortsteil ordentlich Gas gegeben.

Größere Unfälle gibt es in diesem Jahr nicht. Neben kleineren Remplern und leichten Überschlägen sorgt dafür der langjährige Rennleiter Johann Kahr für eine Überraschung. Er erobert sich privat eine Pole Position und macht – vollkommen außer Konkurrenz – vor der versammelten Rennsportgemeinde einen Antrag.

Das sind die Gewinner

Bevor es für ihn unter die Haube geht, gilt es jedoch den Rennablauf sicher zu gestalten: Die meisten der Fahrer treten nur in Kleinböhla an, das Rennen lebt daher auch vom Charme der Amateure: So bekennt Mathias Tepper, der das Rennen mitveranstaltet und ein Nachbar Wittigs ist, als der in der Heckklasse gewinnt: „Ich hatte auch Glück“, ein Teil der Fahrer steigt aus, weil sich die Sicht abrupt verschlechtert. Um die Piste zu entstauben, wird Wasser eingesetzt , zum Nachteil einiger nachfolgender Wagen.

Sieger Serienklasse bis 120 PS: 1. Tobias Melde, 2. Mike Brischke, 3. Mario Wiesner. Heckklasse: 1. Mathias Tepper, 2. Denis Seidel, 3. Heino Wittig. Schönster Wagen: Florian Eckert mit Startnummer 192.

Von Manuel Niemann

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