Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Ärger über leer stehende Gaststätte im Oschatzer Stadtteil Lonnewitz
Region Oschatz Ärger über leer stehende Gaststätte im Oschatzer Stadtteil Lonnewitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 04.12.2016
Die ehemalige Gaststätte in Lonnewitz verfällt zusehends. Quelle: Foto: Dirk Hunger
Anzeige
Lonnewitz

Peter-Michael Winkel wohnt seit fast sechs Jahren in Lonnewitz – und seitdem ist ihm der Zustand der ehemaligen Gaststätte „Perle“ ein Dorn im Auge. „Ich und andere wundern sich über die Ohnmacht der Stadt Oschatz gegenüber dem Besitzer. Soweit ich erfahren konnte, war das Restaurant zu DDR-Zeiten sehr beliebt. Mit der Wende wurde der Gebäudekomplex wohl zum Verkauf angeboten, mit der Bedingung, dass es für die Nachnutzung ein schlüssiges Konzept gäbe. Mehrere ortsansässige Konzepte wurden wohl, trotz guter Aussichten, verworfen und das Konzept eines Westdeutschen erhielt den Zuschlag. Was ist daraus geworden? Gibt es Pläne, dass Gebäude zurückzukaufen? Würde dann darauf geachtet, dass der neue Besitzer oder Pächter sich auch an die Abmachung hält?“, fragt Winkel.

Zu sehen ist nur das: Die für Winkel „wunderschöne“ Stahl-Glas-Konstruktion rostet vor sich hin, die Scheiben gehen kaputt oder werden eingeworfen. Der ehemalige Terrassen-Bereich ist mit Bäumen zugewuchert. „Ich finde es nicht gut, dass so ein Schandfleck Lonnewitz verschandelt und eine schlechte Visitenkarte für die Stadt Oschatz abgibt“, so Winkel. Auch am gegenüberliegenden Parkplatz übt er Kritik: „Mal davon abgesehen, dass er an manchen Tagen wie eine Müllkippe aussieht, an anderen eher als öffentliche Toilette missbraucht wird, nutzen ihn viele Fahrgemeinschaften – ferner Lkw-Fahrer, die hier ihre Ruhepausen einhalten“, so Winkel.

„Fest steht, dass die Stadt Oschatz nicht Eigentümer der Gaststätte war und sie demnach auch nicht verkauft hat“, erklärt Manfred Schade, Hauptamtsleiter im Oschatzer Rathaus. Für den Zustand eines Grundstücks sei der Eigentümer verantwortlich. „Nur für den Fall, dass vom Grundstück oder Teilen davon eine unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit ausgeht, kann die Untere Bauaufsicht Auflagen zur Beseitigung dieser Gefahr erlassen“, so Schade. Dies sei in der Vergangenheit geschehen. Ein allgemein als „Schandfleck“ bezeichneter Zustand auf einem Privatgrundstück könne mit staatlichen Zwangsmitteln nicht beseitigt werden. „Dass wir diese und alle anderen unansehnlichen Ecken in Oschatz und seinen Ortsteilen nicht schön finden, versteht sich von selbst“, ergänzt er.

Fragen zum Eigentümer von Grundstücken wolle er aus Datenschutzgründen nicht beantworten. Auch zum Parkplatz äußert sich die Stadt nicht – Grund sei ein anhängiger Rechtsstreit.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eduard Kirch aus der Nähe von Simmern hat einen vorübergehenden Job bei Fleischermeister Dirk Neumeister in Wermsdorf. Der 28-Jährige ist auf der Walz unterwegs und hat bereits jahrelang zuvor den Kochlöffel in der Schweiz geschwungen. Der Abenteurer ist nach eigenen Angaben auf „Bildungsreise“ unterwegs.

30.11.2016

Am 2. Dezember öffnet der Oschatzer Weihnachtsmarkt. Neben Darbietungen hiesiger Schulen und Kindereinrichtungen gibt es einige Höhepunkte, die für besinnliche Stimmung sorgen. Feste Größe ist zudem der Besuch von Sint Nikolaas und seinen Mohren – eine Tradition, die vor 25 Jahren aus der Partnerstadt Blomberg nach Oschatz kam.

01.12.2016

Ein Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden ist am Mittwochabend durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden. Die Forscher haben die Glasfaser-Brücke erfunden, die sich in Oschatz über die Döllnitz spannt.

30.11.2016
Anzeige