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Agrargenossenschaft Laas öffnet ihre Türen – und viele Besucher kommen

Landwirtschaft Agrargenossenschaft Laas öffnet ihre Türen – und viele Besucher kommen

Die Einwohner der Region Oschatz interessiert, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. In der Agrargenossenschaft Laas konnten sie zum Tag des offenen Hofes den Weg der Nahrungsmittel hautnah verfolgen.

Landwirtschaftsmeisterin Regine Schmelter führte die Milchviehanlage der Agrargenossenschaft Laas.

Quelle: Bärbel Schumann

Laas. In einem der Nachbarorte von Laas wohnen Matthias Gabriel und Daniela Geith mit ihrer Tochter Edda. Sie gehören zu jenen Menschen, die es interessiert, wo das Fleisch, die Milch, das Gemüse und all die anderen Lebensmittel herkommen, die zu den Mahlzeiten verspeist werden. Sie wollen wissen, wie diese Dinge produziert werden, wollen Fachleute kennenlernen, die für die Qualität dieser Erzeugnisse verantwortlich sind.

Die Zahl derer, die sich dafür interessieren und sich bietende Gelegenheiten zum Besuch von landwirtschaftlichen Betrieben wie zu Tagen der offenen Tür oder Hoffesten nutzen, wächst. Das hat auch Regine Schmelter zum Hoffest der Laaser Agrargenossenschaft zu spüren bekommen. Die Landwirtschaftsmeisterin arbeitet im Bereich der Tierproduktion und führte durch die Ställe und den Fischgrätenmelkstand. „400 Milchkühe stehen bei uns in den zwei Ställen. Für jede Kuh gibt es einen Liegeplatz mit Stroheinstreu“, erklärte die Landwirtin.

Die Besucher fragten zum Beispiel, was es mit den an einer Stelle montierten Bürsten auf sich habe. „Das ist der Wellnessbereich unserer Kühe“, erklärt Regine Schmelter. „Wenn die Kühe die Bürsten berühren, setzen die sich in Gang und die Kuh erhält eine Bürstenmassage.“ Im Stall gebe es noch andere Annehmlichkeiten für die Tiere, wie etwa Sonnenrollos, die automatisch ausgefahren werden, damit die Sonne nicht zu sehr den Stall aufheizt. Wieviel frisst eine Kuh am Tag? Was passt in ihren Magen? Hier korrigiert die Fachfrau gleich. In den Pansen, so die richtige Bezeichnung dafür, passten gut 200 Liter. Und in der Hochleistungsgruppe erhalte eine Kuh 57 Kilogramm Futter pro Tag. „Das Futter, das die Tiere bei uns erhalten, ist genfrei und stammt zu 100 Prozent aus unserem Betrieb. Damit setzen wir schon ein Jahr früher die Forderung unseres Milchabnehmers um“, so die Landwirtschaftsmeisterin. Viel gestaunt wurde im Melkstand über die Technik. Nebenbei erfuhren die Gäste auch, dass an der Laaser Milchtankstelle derzeit pro Tag zwischen 60 und 80 Liter gezapft werden. Obwohl die Einweihung noch nicht weit zurückliegt, habe sich bis in die Nachbarstädte die gute Qualität der Milch herumgesprochen.

Auf Qualität kommt es den Laasern auch bei ihren und den Erzeugnissen anderer Direktvermarkter an. Das erfuhren die Besucher im Hofladen. Der erinnert in Laas ein bisschen an einen Supermarkt. „Wir wollen der Region nicht nur gute Waren aus der Landwirtschaft vor Ort bieten, sondern auch etwas für die Region tun und Einkaufen im Dorf erlebbar machen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dietmar Wiesner.

Von Bärbel Schumann

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