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Oschatz Agrargenossenschaft Naundorf: Hälfte der Lehrlinge sind Frauen
Region Oschatz Agrargenossenschaft Naundorf: Hälfte der Lehrlinge sind Frauen
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00:20 05.08.2017
Am liebsten sitzt Michelle Nebelung auf dem Traktor und fährt Stroh. Die 20-jährige Ostrauerin erlernt den Beruf der Landwirtin und befindet sich im ersten Lehrjahr. Quelle: Foto: Heinz Großnick
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Naundorf/Niedergoseln

Am liebsten sitzt Michelle Nebelung auf einem Traktor und fährt das geerntete Stroh vom Feld. Die Ostrauerin erlernt in der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln den Beruf der Landwirtin und befindet sich im ersten Lehrjahr. Für diesen beruflichen Weg hat sie sich nach dem erfolgreichen Abschluss des Abiturs entschieden. „Durch mein Hobby Reiten konnte ich mir einen Eindruck von der Landwirtschaft verschaffen“, sagt die 20-Jährige, die sich für diese Berufsausbildung in mehreren landwirtschaftlichen Unternehmen bewarb und von der Agrargenossenschaft als erste eine Zussage bekam. „Ich liebe den Umgang mit Maschinen, es ist eine abwechslungsreiche Arbeit, jeder Tag ist anders und man ist die ganze Zeit an der frischen Luft“, begründet Michelle Nebelung ihre Berufswahl. Das Besondere in der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln ist, dass die Hälfte der acht Lehrlinge Frauen sind.

ohanna Junker liebt ihren Beruf und kümmert sich hier in der Milchproduktionsanlage Gastewitz um die Fütterung und das Tierwohl Quelle: Heinz Großnick

Kurz vor dem Berufsabschluss

Kurz vor ihrem Berufsabschluss steht mittlerweile Johanna Junker, die ursprünglich Landwirtin werden wollte, dann aber eine Lehre als Tierwirtin begann. Dabei lassen sich Beruf und mütterliche Pflichten besser vereinen, denn die junge Frau erzieht ihren vierjährigen Sohn allein. Wenn Johanna Junker ihren Job ausübt, kümmert sich die Oma um das Kind. „Wir nehmen da auch Rücksicht bei der Arbeitsorganisation“, versichert Roland Paul, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft, der mit der Arbeit der 21-Jährigen sehr zufrieden ist. „Sie wird im Betrieb übernommen und hat eine recht positive Entwicklung hinter sich. Arbeitsmäßig wird sie vielseitig eingesetzt, in der Jungrinderanlage Naundorf oder in der Milchviehanlage in Gastewitz. Sie verrichtet außerdem verschiedene Arbeiten, von der Fütterung der Tiere bis hin zum Herdenmanagement, also von Tierbetreuung bis zu Tierumstellung. Weiterhin kümmert sie sich um die Tiergesundheit, ist aber auch sehr vielseitig mit Technik einsetzbar“, bescheinigt ihr Paul.

Vielseitiger Beruf

Die Liebe zum Beruf kam bei Johanna Junker nicht von ungefähr. „Ich bin im Dorf aufgewachsen und von Kind an war es bereits mein Wunsch, nach der Schule in der Landwirtschaft zu arbeiten. Für mich gab es nichts anderes“, versichert die 21-Jährige, die in Casabra bei Naundorf zu Hause ist und ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. „Man muss den Beruf einfach lieben, um ihn richtig auszuüben. Er ist sehr vielseitig und es wird nie langweilig.“

Seit 1992 hat die Agrargenossenschaft laut Vorstandsvorsitzendem Paul bereits über 80 Lehrlinge ausgebildet. Und auch für Kurzentschlossene bietet sich noch bis Ende August, Anfang September die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen. Als Landwirt ist ein guter Realschulabschluss und als Tierwirt ein Hauptschulabschluss notwendig. „Bewerber sollten Interesse an der Arbeit in der Natur sowie körperlicher Arbeit haben, aber sich auch nicht davor scheuen, sich mal schmutzig zu machen oder unbequeme Arbeiten zu verrichten.“

Die Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln beschäftigt derzeit 74 festangestellte Mitarbeiter sowie elf Saisonkräfte.

Von Heinz Großnick

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