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Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln fährt 105 Tonnen Hopfen ein

Ernte Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln fährt 105 Tonnen Hopfen ein

Die Hopfenernte in der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln kann in diesem Jahr mit einem beachtlichen Ertrag abgeschlossen werden. Hopfenmeister Steffen Seifert ist mit der Qualität und dem Ernteergebnis zufrieden. Das Unternehmen rechnet mit über 105 Tonnen. Vorstandsvorsitzender Roland Paul spricht von einem überraschend guten Ergebnis.

Hopfenmeister Steffen Seifert ist zufrieden mit der Qualität und Menge der diesjährigen Hopfenernte.

Quelle: Dirk Hunger

Naundorf/NIedergoseln. Die Hopfenernte in der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln geht ihrem Ende entgegen. „Wir erwarten überraschend gute Ergebnisse. Der Wechsel von Feuchtigkeit und Wärme hat dem Wachstum gut getan“, freut sich Roland Paul, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln, und ergänzt: „Nach dem miesen Ergebnis des vergangenen Jahres werden wir unsere Vorverträge mit rund 90 Tonnen erfüllen und insgesamt 105 Tonnen ernten.“ Die Differenz werde das Unternehmen dann auf dem freien Markt veräußern. Positiv sei zudem, dass sich der Hopfenmarkt insgesamt im Wandel befinde. Paul rechnet künftig mit sehr langen Verträgen und je nach Sorte und pro Kilogramm mit attraktiven Preisen.

Insgesamt seien die Ernteergebnisse in diesem Jahr zufriedenstellend. Beim Winterweizen konnte das Unternehmen 92 Dezitonnen pro Hektar und beim Raps 42 Dezitonnen pro Hektar von den Feldern holen. „Die Futterversorgung für unsere 3000 Rinder aller Altersklassen ist gesichert, die Wintergerste ist eingelagert und die Silos für Mais und Gras sind gut gefüllt“, so der Unternehmenschef. Als Wermutstropfen bezeichnet er allerdings die einerseits niedrigeren so genannten Rohproteinwerte und zum anderen die schlechte Preissituation. Die Rohproteinwerte gelten als Qualitätskriterium hinsichtlich der Verwendung des Getreides als Futter oder Nahrungsweizen. Den Pflanzen habe es in diesem Jahr im erforderlichen Zeitraum an genügend Niederschlag gefehlt. „Wir sind mit der Witterung in unserer Region aber noch recht gut zurande gekommen“, schätzt Paul ein. Allerdings machen den Landwirten die niedrigen Preise zu schaffen. „Beim Weizen erzielen wir zum Beispiel pro Dezitonne bis zu drei Euro, beim Raps sind es ungefähr 1,50 Euro weniger als im Vorjahr.“ Die Vermarktungsstrategie der Agrargenossenschaft orientiere sich deshalb auch an der Preisentwicklung der kommenden Monate. Insgesamt konnten 7500 Tonnen Weizen auf rund 800 Hektar geerntet werden.

Zurzeit werden die Zuckerrüben von den Feldern geholt. Auch hier werde sich der Ertrag am fehlenden Niederschlag, vor allem der Monate August und September, negativ auswirken. Rund 100 Hektar müssen geerntet werden. Pro Hektar rechnet Paul mit über 700 Doppelzentnern.

Ist die Ernte eingebracht, seien die Arbeiten in der Landwirtschaft für die insgesamt 80 festangestellten Mitarbeiter und zehn Lehrlinge noch lange nicht abgeschlossen, dann stehe bereits die Wiederbestellung an. Auf etwa 330 Hektar sind Zwischenfrüchte, zu erkennen durch die enthaltenen Sonnenblumen, angebaut worden um damit zur Hebung der Bodenfruchtbarkeit beizutragen. Dies sei eine Umweltmaßnahme, die von der Europäischen Union gefordert und gefördert werde.

„Für die nächsten Tage der Herbstbestellung wünschen wir uns passendes Wetter, um die Feldarbeiten zu beenden und natürlich, für die Milchproduktion, dass sich die Erzeugerpreise weiter positiv entwickeln“, so Paul. Für letzteres ist er guter Hoffnung und sagt: „Die aktuellen Preisanhebungen für Oktober von drei Cent pro Kilogramm stimmen optimistisch, ändern aber nichts an der schwierigen ökonomischen Lage der Milchproduzenten für die Abrechnung in diesem Jahr. Unabhängig von der Bestandsgröße zur Milchproduktion sei es notwendig, durch Investitionen ökonomische Kennzahlen zu beeinflussen. Verstärkt seien dabei Kriterien des Tierwohls wie das Platzangebot der Rinder zu berücksichtigen.

„Wir denken weiter über zielgerichtete Investitionen am Standort Leuben nach“, offenbart Paul. Derzeit sei diesbezüglich aber noch nichts Konkretes „in Sack und Tüten.“

Von Heinz Großnick

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