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Oschatz Albertturm auf dem Collm hat gute Chancen auf eine Sanierung
Region Oschatz Albertturm auf dem Collm hat gute Chancen auf eine Sanierung
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10:12 07.03.2016
Kerstin Krause vom Heimatverein im Gespräch mit Marian Wendt (M.) und Bürgermeister Matthias Müller auf der Plattform des Albertturms. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Collm

Zu einem Treffen in luftiger Höhe kam es jetzt auf dem Collmer Albertturm: Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) informierte sich bei Bürgermeister Matthias Müller (CDU) und Kerstin Krause vom örtlichen Heimatverein über die notwendige Sanierung des Treppenaufganges.

Nach der Erneuerung der Aussichtsplattform soll in einem zweiten Bauabschnitt eine Metallkonstruktion für einen dauerhaft sicheren und wetterfesten Aufstieg sorgen. Erste Kostenschätzungen gehen dabei von rund 350 000 Euro aus. Für eine Realisierung ist die Gemeinde Wermsdorf als Eigentümer auf Zuschüsse angewiesen. Der Heimatverein Collm hat bisher bereits 59 000 Euro Spenden gesammelt.

Wendt bestätigte, dass es für das Projekt auch Unterstützung aus der Politik gibt: „Gemeinsam mit Frank Kupfer in Dresden sind wir sehr dafür, den Albertturm für die Öffentlichkeit zu erhalten.“ Chancen biete das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, das zusammen mit einer Co-Finanzierung aus Mitteln des Landesamtes für Denkmalschutz einen Großteil der nötigen Geldmittel zur Verfügung stellen könnte.

Bald wieder für Besucher geöffnet? Der Albertturm soll wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Quelle: Dirk Hunger

„Die Möglichkeiten sind gut, wenn Bund und Land gemeinsam im Boot sind“, sagte Marian Wendt. Zudem falle ins Gewicht, dass die Plattform bereits saniert worden ist und auch in Zukunft von Besuchern sicher erreicht werden müsse. Zudem fördere das Bundesministerium für Kultur und Medien vor allem Bauwerke mit nationaler Bedeutsamkeit – ein Fakt, der beim Albertturm durch die Säule zur Gradmessung gegeben sei.

Bürgermeister Matthias Müller erklärte, man verhandele nun wegen der Umsetzung der Sanierung mit Denkmalpflegern im Landesamt. Man sei bestrebt, Altes zu erhalten, wenn es geht. Allerdings wolle die Gemeinde eine nachhaltige Sanierung und sei dabei auch für zeitgemäße Lösungen offen. Oberstes Ziel von Kommune und Heimatverein sei es, das Ausflugsziel für Besucher zu erhalten. Kerstin Krause kündigte an, dass der Verein in diesem Jahr zum Tag des offenen Denkmals am 11. September an den Albertturm einladen werde. Dafür habe man Kontakt zum Döllnitztalchor aufgenommen, um das Collm-Singen – eine langjährige Tradition – wieder zu beleben.

Von Jana Brechlin

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