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Oschatz Aliona Bölke aus Langenreichenbach liebt Oldtimer-Traktoren
Region Oschatz Aliona Bölke aus Langenreichenbach liebt Oldtimer-Traktoren
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19:50 27.09.2018
Aliona Bölke aus Langenreichenbach, hier mit ihren Geschwistern Roland und Jens Bartsch, beim Traktorentreffen. Quelle: Bärbel Schumann
Langenreichenbach

Die Spätsommersonne lacht. Da macht es am Morgen gleich noch einmal so viel Spaß, früh aufzustehen. An diesem Tag muss das Aliona Bölke tun, denn sie will mit ihren Geschwistern Roland und Jens Bartsch zu einem Traktorentreffen.

„Schätzchen“ sind Oldtimertraktoren

Auch wenn die Langenreichenbacherin seit Jahren nicht mehr in ihrem Heimatort Mahlis bei Wermsdorf wohnt, so kommt sie doch immer wieder gern hierher. In Mahlis auf dem elterlichen Anwesen stehen auch die Oldtimertraktoren der Geschwister. Ihre „Schätzchen“ sind Oldtimertraktoren vom Typ Normag, Lanz und einem 09er GT 124. Damit sind sie nicht nur Gäste, sondern gehören zu den Gastgebern beim Poppitzer Traktorentreffen, das seit acht Jahren stattfindet.

Alte Technik fasziniert

Auch allerhand andere Landtechnik und Geräte, vom Wasserfass und Dreschmaschine bis hin zur Forke und Milchkanne haben sie dann dabei. Und natürlich ist auch ihr Outfit entsprechend. Gern gestalten sie Schauvorführungen. So zeigen sie zum Beispiel mit einer alten von Band angetriebenen Dreschmaschine, wie früher beim Getreide Körner und Stroh voneinander getrennt wurden. Bei Treffen vergangener Jahre wurde aber auch schon mal gezeigt, wie Kartoffeln mit alter Technik geerntet, gewaschen, sortiert und gedämpft wurden. Dann gab es zur Freude der Besucher Quark mit frischen Pellkartoffeln.

Dörfliche Traditionen

Beobachtet man die Langenreichenbacherin, dann merkt man ihr wie vielen anderen an, dass es ein Herzenbedürfnis, dörfliche Traditionen und ländliche Bräuche zu pflegen und an nachfolgende Generationen weiter zu geben. Nicht von ungefähr ist daher, dass Aliona Bölke mit anderen Landfrauen einen der ersten Landfrauenvereine im Landkreis Nordsachsen in Langenreichenbach mitgründete. Viele Jahre pflegten sie das Binden einer Erntekrone oder eines Erntekranzes. In diesem Jahr war dafür bisher keine Zeit und auch nicht alle Getreidearten, die traditionell dafür benötigt werden, fanden sich auf den umliegenden Feldern.

Gern ist Aliona Bölke mit ihren Enkeln und anderen Dorfkindern auf der Streuobstwiese unterwegs und sammelt Äpfel. Manches Wissen, welcher Apfel zum Beispiel sich am besten für Mus, auf dem Kuchen oder als Bratapfel eignet, gibt die Landfrau dabei auch an die junge Generation weiter.

Klöppelgruppe am Start

Die vierfache Oma hat aber auch noch ein interessantes und sehr zeitaufwendiges Hobby. Sie klöppelt filigrane Spitzen, die kleine Kunstwerke sind. Bisher hatte sie sich in einer Klöppelgruppe in Oschatz angeschlossen. Doch auch in der Region Langenreichenbach gibt es etliche Hobbyklöpplerinnen. Warum nicht auch in unserem Ort einen solche Gruppe gründen, dachte sich die Langenreichenbacherin und fragte kurzerhand bei der Oschatzer Kursleiterin nach. Die fand die Idee gut und inzwischen treffen sich seit gut einem halben Jahr Frauen in dem Ort am Heidelbach zum gemeinsamen Klöppeln.

Von Bärbel Schumann

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