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Oschatz Aller Anfang ist schwer für Zuschauer und Spieler
Region Oschatz Aller Anfang ist schwer für Zuschauer und Spieler
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16:00 16.09.2013
Jörg Lehmann (Nr. 8) und Felix Ehrenberg erzielen jeweils sechs Treffer für die HSG Riesa/Oschatz. Quelle: Dirk Hunger

Die Begegnung fand in der Oschatzer Rosentalsporthalle statt, was für die ehemaligen Riesaer Akteure eine Premiere bedeutete.

Beide Seiten starteten nervös und zaghaft, da beide Mannschaften ihre Pokalaufgabe in der Vorwoche vergeigt hatten. Nach einem kurzen Abtasten wollten die HSGler ihrer Favoritenrolle gerecht werden, indem sie aus einer aggressiven Deckung heraus das Gästeteam zu Fehlern zwingen und einfache Tore erzielen wollten. Doch wie so oft kam alles anders. Die körperlich robuste Böhlener ließen sich vom Riesaer Spiel nicht beeindrucken und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Nach vier torlosen Minuten erlöste Neuzugang Schubert die Schneider-Truppe und erzielte das erste offizielle Saisontor. Wer jetzt aber glaubte, der Knoten sei geplatzt, irrte sich. Überhastet abgeschlossene Aktionen, vergebene Chancen, über zehn technische Fehler und schlechte Abstimmung in der Abwehr ließen Cardaun im Tor zur ärmsten Sau auf der Platte werden. Mit guten Paraden verhinderte er trotzdem Schlimmeres, so dass es nach 20 Minuten 10:10 stand. Der einheimische Trainer brachte jetzt frischen Wind von der Bank und aufgrund einer doppelten Unterzahl der Böhlener und der besser funktionierenden HSG-Deckung wurde das Ergebnis auf 16:12 bis zum Pausentee ausgebaut.

Die zweite Hälfte starteten die Oschatzer wie die Feuerwehr und kamen immer wieder über einen stark haltenden Torhüter Anders zu Ballgewinnen und einfachen Treffern. Nach 40 Minuten lag das HSG-Team mit 22:14 scheinbar uneinholbar in Führung. Doch weit gefehlt, die Spieler fielen wieder in das Muster der Anfangsphase mit technischen Fehlern und planlosem Angriffsspiel. So konnten die Gäste nochmals auf 20:24 verkürzen. Doch der Gegner war aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten und eines limitierten Spiels nicht in der Lage, der Schneider-Truppe noch einmal gefährlich zu werden. So setzten sich die Hausherren wieder auf 28:21 ab und hielten den Vorsprung bis zum Ende. Unterm Strich stand ein klarer 33:26-Heimsieg, mit dem die HSG Riesa/Oschatz die Tabellenführung in der Verbandsliga West übernimmt, welche die Mannschaft bis zum Ende der Saison nicht mehr abgeben möchte.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aller Anfang schwer ist, sowohl für die 150 Heimzuschauer, welche die Hallenkapazität nicht gerade an ihre Grenzen brachte, als auch für die Mannschaft, welche sich weiterhin im Findungsprozess befindet. Die spielfreie Zeit gilt es zu nutzen, um die Abstimmung in den einzelnen Mannschaftsteilen zu finden, damit die Spitzenposition in der Liga bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben werden muss.

Riesa/Oschatz: Anders, Cardaun, Schröber; Wunder (4), Sarnizei (2), Camen (2), M. Kühnel (4), Lehmann (6/2), Schreiber (4), Rädler (3), Steinert (1), Ehrenberg (6), Schubert (2), Seefeld.

Sören Swigon

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