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Oschatz Alpakas fahren mit der Döllnitzbahn zwischen Oschatz und Mügeln
Region Oschatz Alpakas fahren mit der Döllnitzbahn zwischen Oschatz und Mügeln
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14:10 02.04.2018
Die Alpakas waren beim Zwischenstopp am Thalheimer Haltepunkt ein beliebtes Fotomotiv. Quelle: Fotos. Sven Bartsch
Oschatz/Mügeln

Eisig weht der Wind. Doch die Wartenden am Bahnhof in Thalheim harren am Sonnabendnachmittag aus. Sie wollen den Einstieg von Max und Robby in den „Wilden Robert“ miterleben. Wer sich nicht auskennt, stellt sich die Frage: „Was soll daran Besonderes sein?“ Doch als sich ein bunter Pulk am Bahnsteig gebildet hat und auf das Eintreffen des „Wilden Robert“ aus Richtung Oschatz wartet, kommen sie, die Stars an diesem Tag: Max und Robby werden von Lothar Linhart und Dietmar Pohl ein. Die beiden Huyakaya-Alpakas brauchen nur wenige Meter von ihrem Zuhause bis zum Haltepunkt zurücklegen, um Minuten später in den „Wilden Robert“ einzusteigen.

Dafür wurden sie extra herausgeputzt. Am Geschirr baumeln bunte Wollquasten und um den Hals tragen sie kleine Taschen aus bunt gefärbter Wolle. „Darin befinden sich normalerweise Koka-Blätter, die später von den Alpakaführern in den Bergen gekaut werden und so helfen, die Höhenluft besser zu ertragen“, erzählt Linhart einer kleinen Gruppe der um ihn stehenden Männer, Frauen und Kinder.

Heidi ohne Scheu vor den Alpakas

Zu ihnen gehören auch die kleine Heidi mit Mutter Dörte Brüggemann und Vater Patrice Kötz. Das Trio genießt den Osterausflug, denn Patrice Kötz muss diesmal ausnahmsweise nicht bei der Döllnitzbahn Dienst tun. Erst einen Tag später tauscht er wieder die zivile Kleidung mit der Bahnuniform. Die Einjährige hat keine Scheu vor den Alpakas. Doch um weitere Streicheleinheiten zu verteilen, bleibt keine Zeit. Der unter Dampf stehende „Wilde Robert“ schnauft aus Richtung Oschatz heran. Er ist nicht ganz im Zeitplan. Aber daran haben die versteckten Osterüberraschungen Schuld, die beim Halt im Oschatzer Rosenthal von den mitfahrenden Kindern gesucht werden konnten. „Wir sind mit 600 Osterbeuteln für das Wochenende ausgerüstet“, erzählt Lutz Haschke, Prokurist bei der Döllnitzbahn. Als der Zug hält, strömen die Passagiere auf den Bahnsteig in Thalheim, um das Verladen der Alpakas mitzuerleben.

Jede Fahrt ist belegt

Zeit, um beim Zugpersonal zu fragen, wie das Interesse an dieser Osterfahrt ist – eine von vielen an dem Feiertagswochenende. „Seit dem ersten Zug um 9.15 Uhr ist gut Betrieb, jede Fahrt belegt“, erzählt Steffen Schohlich, der mit seinem Vater Gerd zum Zugbegleitpersonal gehört. Beide sind Mitglieder des Fördervereins „Wilder Robert“ und sind ehrenamtlich im Einsatz. Auf dem Lokfenster schaut das Lokteam aus dem Führerstand dem bunten Treiben zu. Neben Lokführer Werner Springer und Heizer Norbert Hildner gehört auch Eddy Menzel dazu. Der Zwölfjährige in Bahnuniform hat Spaß daran, die Besatzung zu unterstützen, denn Eisenbahn ist sein Hobby. Er will einmal Lokführer werden. Die beiden Männer auf dem Führerstand zweifeln daran nicht, denn Eddy ist ihnen an diesem Tag eine echte Hilfe und scheut sich nicht, dabei auch kräftig zuzupacken und sich die Hände schmutzig zu machen.

Tiere schon zum fünften Mal auf Reisen

Viele Fotoapparate und Handys werden betätigt, um das Verladen der beiden Alpakas als Erinnerung festzuhalten. Die Aktion gelingt unspektakulär. Kein Wunder, denn Lothar Linhart erzählt, dass die beiden Tiere schon zum 5. Mal zu Ostern mit dem „Wilden Robert“ reisen. Max und Robby sind echte Thalheimer, wurden hier nahe der Bahnstation geboren. Wohl deshalb erschrecken sie nicht, als das Abfahrtssignal ertönt und sich der Zug mit seiner besonderen Fracht im Güterwagen in Richtung Mügeln in Bewegung setzt. Minuten vergehen, bis am Zielbahnhof der Zug eintrifft und abermals viele Schaulustige und neue Mitreisende versammelt sind.

Von bärbel schumann

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