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Oschatz Analysen von Boden und Wasser in Mügeln rege nachgefragt
Region Oschatz Analysen von Boden und Wasser in Mügeln rege nachgefragt
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00:20 05.08.2017
Marco Guhlmann gibt bei Heike Schölzke Bodenproben ab. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Mügeln

Wartezeiten von bis zu einer Stunde musste am Dienstag in Kauf nehmen, wer Näheres über die Qualität des Wassers aus seinem Brunnen oder des Bodens auf seinem Grundstück erfahren wollte. Die Beweggründe, eine entsprechende Analysen einzuholen, sind dabei ganz unterschiedlich.

Marco Guhlmann war aus Leisnig nach Mügeln gekommen, weil das Grundstück am Haus nass ist, obwohl es länger nicht geregnet hatte. Er erhofft sich von der Arbeit der Mittweidaer Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie Aufschluss darüber, ob und welche Maßnahmen nötig sind, um die Feuchtigkeit vom Haus fern zu halten. Eine neue Dachentwässerung sei jedenfalls schon in Arbeit. Nach Mügeln sei er gekommen, weil sich der Termin dort am besten mit seiner Arbeit vereinbaren lasse.

Von Calbitz aus hatten sich Helga und Karl-Heinz Polster auf den Weg gemacht. Sie wollten Erde aus ihrem Kleingarten untersuchen lassen. „Die Parzelle stand im vergangenen Jahr nach einem starken Regenfall unter Wasser“, berichtet der Rentner. Man sei hellhörig geworden, was es mit dem Schlamm von den Feldern in die Gärten gespült haben könnte. Nun wolle man Gewissheit.

Jutta Berger aus Mügeln hingegen interessiert sich dafür, ob sie das Wasser aus ihren Brunnen bedenkenlos zum Gießen verwenden kann. Als Trinkwasser nutze sie es nicht.

Trinkwasser wird nur im Ausnahmefall untersucht

„Trinkwasser untersuchen wir nur im Ausnahmefall, wenn die Bürger darauf bestehen“, erläutert Ramona Stephan vom Mittweidaer Labor. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Auskunftspflicht der Wasserverbände und darauf, dass Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel sei. Das aus dem Hahn an der Wand kommende Wasser zu kontrollieren, könne dennoch unter gewissen Umständen sinnvoll sein – wenn der Hausanschluss alt und weit entfernt von der Hauptleitung sei. Bodenanalysen seien neben jenen Gründen, die die Calbitzer Familie angibt, oft dann gefragt, wenn im Garten Bäume und Sträucher eingehen. Ein weiterer Grund sei, über solch eine Analyse ein Düngeempfehlung zu erhalten.

Von Axel Kaminski

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