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Oschatz Angst vor Verkehr und Gestank bei Anzohnern in Zschöllau
Region Oschatz Angst vor Verkehr und Gestank bei Anzohnern in Zschöllau
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16:31 15.10.2012

Diese Befürchtungen sind nicht aus der Luft gegriffen, weiß auch der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos): "Ich teile diese Sorgen, insbesondere im Hinblick auf eine nahe liegende Mehrbelastung der Bürger in Folge eines erhöhten Verkehrsaufkommens." Die Bedenken aus Oschatzer Sicht seien auch der planenden Gemeinde Liebschützberg schriftlich mitgeteilt worden. Die künftige Verkehrsbelastung solle besonders geprüft werden, fordern die Oschatzer.

Die Pro Natur GmbH aus Gaunitz will auf einem 6,3 Hektar großen Grundstück der Gemarkung Terpitz eine Biogasanlage mit einem Ausstoß von 9,5 Millionen Kubikmeter Rohbiogas pro Jahr bauen (wir berichteten). Zum Vergleich: Die Biogasanlage Leuben produziert etwa fünf Millionen Kubikmeter Rohbiogas jährlich und braucht dafür 50 000 Tonnen Grünzeug. Terpitz wird also knapp doppelt so groß wie Leuben. Und: Anders als in Leuben soll das Gas in Terpitz nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus Gülle gewonnen werden.

Da das Planungsverfahren für die Terpitzer Anlage über die Gemeinde Liebschützberg läuft, hat das Projekt bisher in Oschatz für wenig Aufsehen gesorgt. Das will Renate Greim ändern und geht deshalb in die Offensive. Zur nächsten Sitzung des Liebschützberger Rates an diesem Donnerstag (Beginn 19.30 Uhr in der Wellerswalder Gaststätte "Zur Einkehr"), in der die Biogasanlage Terpitz auf der Tagesordnung steht, will sie ihre Bedenken vorbringen. "Ich hoffe, dass möglichst viele Zschöllauer Bürger zu der Sitzung kommen", sagt Renate Greim.

Für das Projekt gibt es noch einen Unsicherheitsfaktor. Nach Einschätzung von Experten kann Biogas derzeit auf dem freien Markt nicht wirtschaftlich verwertet werden. Grund: Durch den Bauboom bei Biogasanlagen gibt es ein Überangebot an Biogas - und der Gaspreis sinkt. Momentan bezahlen Gashändler maximal 6,5 Cent für die Kilowattstunde Biogas. Um eine neue Anlage wirtschaftlich betreiben zu können, müssten nach Einschätzung von Fachleuten aber mindestens 7,5 Cent erlöst werden.

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