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Oschatz Anrührende Klänge und raumfüllender Gesang zum Auftakt des Oschatzer Musikherbstes
Region Oschatz Anrührende Klänge und raumfüllender Gesang zum Auftakt des Oschatzer Musikherbstes
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12:41 20.09.2011

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Die Zuhörer waren in diesem Konzert auch gleichzeitig Zuschauer: Vom Altarraum aus hatten sie einen Blick durch den gesamten Kirchenraum zu den auf der Orgelempore musizierenden Künstlern. Das perfekte Zusammenspiel zwischen den Instrumentalisten wurde gleich am Beginn deutlich. "Mein Gott, der ist mein Hirt" von Franz Liszt funktionierte durch den Blickkontakt von der Sängerin zum Organisten und zur Harfistin Julia Pritz. Harmonie zwischen den Musikern erzeugte gleichzeitig Stimmigkeit in der Atmosphäre: "Eine Stimme, die den gesamten Kirchenraum füllt im Zusammenklang mit Harfe und Violine erlebt man nicht alle Tage. Dabei war das zarte Instrument Harfe jederzeit zu hören", beschreibt Andreas Wolf den gelungenen Auftakt des Oschatzer Musikherbstes.

Das Orgelstück Präludium und Fuge über B-A-C-H von Liszt stellte Mittelpunkt und gleichzeitig Kontrastprogramm im Konzert dar. Matthieu Pignede begeisterte an der Jehmlich-Orgel. "Wenn auf einmal Hörner zu hören sind, die gar nicht auf der Empore musizieren, dann ahnt man den ganzen Facettenreichtum der Orgel in der St. Aegidienkirche. Im nächsten Augenblick hört man die ganze Zartheit dieser vier Töne b,a,c,h-. Das hat mich besonders berührt." Und dabei ist sich Coelestina Kölbel auch sicher: "Ein Konzert im Leipziger Gewandhaus wiegt das nicht auf. Dies war ein einzig schönes Konzert." So erklang einerseits W. A. Mozarts "Laudate Dominum" in der vorgesehenen Originalbesetzung. Aber wann bietet sich schon Gelegenheit, "Solveigs Sang" aus der "Peer Gynt Suite" von Edward Grieg in dem ebenso außergewöhnlichen wie experimentellen Arrangement für Singstimme, Violine und Harfe zu hören?

Neuer Blick auf Bekanntes

Die kaum wahrnehmbaren fließenden Übergänge von der Harfe zur Violine, vor allem kraftvoll gestrichen von Niels Uwe Harmsen, schenkten dem Zuhörer einen lohnenden neuen Blick auf dieses bekannte Stück. "Und dabei hatte man den Eindruck, dort oben säße ein vollständiges Orchester und nicht vier Musiker", meint Ilona Naake, Mitorganisatorin dieses Konzerts.

Gleichzeitig hofft sie auf viel Publikum zum nächsten Konzert im Rahmen des Musikherbstes am 16. Oktober, 19 Uhr in der St. Aegidienkirche. Dessen Titel "Johann Sebastian Bach und der weiße Hai im Alpensee" macht sicher neugierig auf die Fortführung dieser Veranstaltungsreihe.Katja Scholz

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