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Oschatz Anschaulicher Diabetes-Vortrag in Oschatz
Region Oschatz Anschaulicher Diabetes-Vortrag in Oschatz
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00:33 05.05.2018
Wie auf Watte laufen: Eine Zuschauerin demonstriert anschaulich die Folgen von Diabetes. Quelle: Foto: Kristin Engel
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Oschatz

„Hoppla... mein Fuß verändert sich... na und?“ „Täglich Sport – Nein! Bei mir geht das nicht.“ „Hilfe Insulin – macht dick und auch Unterzucker.“ Diese und weitere Themen wurden gestern Abend im Thomas-Müntzer-Haus in Oschatz besprochen. „Wir wollten für Patienten und Interessierte ein Programm zusammen stellen, was eine Ergänzung zur Sprechstunde darstellen sollte“, erklärte der Oschatzer Diabetologe Dr. Torsten Donaubauer. Es sollten Themen aufgegriffen werden, die für die Patienten wichtig sind. Vieles erklärte, die Referenten an Grafiken, aber auch anhand kleinerer Experimente. So demonstrierte eine Zuschauerin Langzeitfolgen von Diabetes mit einer undurchsichtigen Taucherbrille, dicken Handschuhen und Schwämmen unter den Füßen. Hier greife das Sprichwort: „Wie auf Watte laufen.“

Mehr Infos außerhalb der Sprechstunde

„In der Sprechstunde hat man manchmal nicht ganz so viel Zeit und kann verschiedene Zusammenhänge nicht so genau vermitteln, wie es nötig wäre. Bei diesen Vorträgen sollte den Betroffenen Mut gemacht werden, die Diabetes zu behandeln“, so der Arzt. Darüber hinaus wurden auch Neuheiten vorgestellt. Verschiedene Firmen, mit denen zusammen gearbeitet wird, hatten ein paar Informationsstände im Foyer des Thomas-Müntzer-Hauses aufgestellt. Hier konnten sich die Teilnehmer persönlich beraten lassen und etwas mehr über neue Methoden erfahren. „Wir wollten bei dem Vortrag die Teilnehmer dazu inspirieren, das Neue auch zu nutzen, Spaß bei der Diabetesbehandlung zu haben und dies zusammen mit den Hausärzten zu leben. „In den letzten Jahren ist es in der Diabetologie zu ganz vielen Neuerungen gekommen, die eigentlich einen großen Teil des Schreckens verloren haben.“

Diabetes schon zeitig behandeln

Torsten Donaubauer betonte, dass Diabetesbehandlung nicht nur erst akut behandelt werden sollte, sondern auch vorbeugend. „Wenn man jetzt etwas tut, sichert man sich ein gutes Leben in zehn, 20, 30 Jahren, so dass der Vorbeugung ganz viel Stellenwert beizumessen ist. Bei früher Diabetes hat man meist keine Beschwerden. Internisten unterscheiden sich von Chirurgen. Internisten machen nur etwas Langweiliges. Zu den Chirurgen geht man, weil man Schmerzen hat. Die helfen dann und der Schmerz geht weg. Das ist etwas Tolles. Internisten sagen nur ,Mach das, mach jenes’ und man weiß manchmal gar nicht, warum. Darum geht es bei diesen Vorträgen. Um zu zeigen, dass es doch Sinn hat.“ Denn schon erste Anzeichen, wie Schwäche- und häufiges Durstgefühl können auf Diabetes hinweisen. Längerfristig macht es Nerven und Gefäße kaputt. Nierenschwäche, Erblindung, gefühllose Füße mit schlecht heilenden Wunden, Herzinfarkte und Schlaganfälle können folgen.

Dr. Torsten Donaubauer begann selbst mit dem ersten Vortrag zum Thema „Diabetesbehandlung – was bringt’s?“ Fünf weitere Vorträge mit den verschiedenen Referenten folgten. Viele Teilnehmer hatten die Einladung zum Thema „Diabetes – all täglich“ angenommen und konnten hier nicht nur oberflächliche Informationen bekommen, sondern viel tiefer in die Materie eintauchen und eigene Fragen stellen.

Von Kristin Engel

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