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Ansichtskarten-Tauschbörse im Elektrobau

Gut sortierte Sammlungen mit wenig Publikum Ansichtskarten-Tauschbörse im Elektrobau

Trotz sozialer Netzwerke, Telefonen in allen Haushalten und Handys in fast allen Taschen: Das Angebot an Ansichtskarten ist noch immer groß. Weil es dieses Medium schon lange gibt, kann es mehr, als bunte Bilder zeigen. Die Karten vermitteln Heimat- und für manchen Familiengeschichte. Die Tauchbörse im Elektrobau bot am Sonntag die Chance, sich damit zu beschäftigen.

Viele der Aussteller bei der Tauschbörse kennen sich von der regelmäßigen Stammtischen der Philokartisten in Oschatz

Quelle: Foto: Dirk Hunger

Oschatz. Den Weg zur Ansichtskarten-Tauschbörse in der ehemaligen Kantine des Elektrobaus zu finden, wäre auch für Fremde ein Kinderspiel gewesen. Die Organisatoren hatten vom Parkplatz durch das Treppenhaus eine Spur aus Ansichtskarten dorthin gelegt. Am Ende bestand sie vermutlich aus mehr Karten, als es Am Sonntag Besucher zur Börse zog.

Diese hatte, wie auch in den vergangenen acht Ausgaben, mehr zu bieten, als zumeist bestens sortierte Sammelstücke. Heute selbst als Träger von Urlaubsgrüßen auf dem Rückzug, bilden die Ansichtskarten mit ihrer viele Jahrzehnte zurück reichenden Historie selbst Heimatgeschichte ab. Deshalb sagt Jürgen Schütze, regelmäßiger Besucher der Oschatzer Philokartisten-Stammtische: „Wir sind froh, dass Günter Hunger solche Treffpunkte organisiert. Damit bleiben diese Werte erhalten“.

So ganz froh ist Günther Hunger mit der Resonanz – sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern – nicht. Mit so einer Börse stehe man etwas außerhalb des Zeitenlaufes. Natürlich ließen sich Ansichtskarten über diverse Tausch- und Auktionsplattformen erwerben. Dazu brauche man weder Saal noch Tische. Allerdings erfahre man dann keine Geschichten über diese Karten. Oft genug hänge Bau- oder Heimatgeschichte, manchmal sogar Familienhistorie daran. Eine Börse mit nur fünf Ausstellern ist jedoch kein besonders großer Publikumsmagnet. Vielleicht überforderte die „englische Woche“ mit Stammtisch am Dienstag, Buchvorstellung am Mittwoch und Börse am Sonntag die Philokartisten oder die Geduld Ihrer Angehörigen.

Jürgen Schütze war am Sonntag auf der Suche nach Ansichtskarten mit Oschatz-Motiven. „Ich habe mehrere bestimmte Karten im Hinterkopf, die in meiner Sammlung fehlen“, sagte der Oschatzer. Tatsächlich finde man bei der neunten Auflage der Börse trotz vieler bekannter Gesichter Neues und Interessantes.

Keinem Stammtisch oder Verein gehört Carsten Wyhnalek aus Mügeln an. Er weiß, dass im Laufe der Jahrzehnte rund 600 verschiedene Ansichtskartenmotive seiner Heimatstadt und ihrer Umgebung in Druck gegangen sind. Etwa die Hälfte habe er vielleicht. Er suchte am Sonntag nicht nur nach dem „Rest“, sondern hatte einige Karten, die er zeitlich nicht einordnen kann, mitgebracht. Von den Experten im Saal erhoffte er sich Tipps zum Alter dieser Stücke.

Neben Motiven aus der Region hatte Gert Jubisch eine Sammlung von Karten des Verlages Nenke & Ostermaier dabei. Interessant sei an ihnen die für die damalige Zeit besondere und deshalb prämierten Qualität. Neben den sprichwörtlichen Postkartenidyllen hatte der Verlag viele Mileustudien im Programm, zum Beispiel über die Landwirtschaft. Pech für alle, die am Sonntag die Chance, sie zu sehen, nicht genutzt haben.

Von Axel Kaminski

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