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Ansichtskarten-Tauschbörse in Oschatz

Ansichtskarten-Tauschbörse in Oschatz

"Seit dreißig Jahren arbeite ich an meiner Sammlung", so Bernd Dämmig, der gestern, so wie viele andere Sammler von Post-und Ansichtskarten, an der Tauschbörse im Speisesaal des Elektrobaus teilnahm.

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Auf der Suche nach Schätzen: Ansichtskartensammler treffen sich im Oschatzer Elektrobau zur Tauschbörse - und werden dabei auch fündig.

Quelle: Dirk Hunger

Eine so lange Zeit seinem Hobby zu widmen, ringt dem Laien Respekt ab, doch für Dämmig und seine Sammelfreunde ist das viel mehr eine Lebensaufgabe. "Das hat etwas mit Heimatverbundenheit zu tun", erklärte Klaus Thiele, der sich gemeinsam mit sechs anderen Philokartisten um das Kartenalbum von Bernd Dämmig gedrängt hatte. Behutsam wurde Seite um Seite umgeblättert und gefachsimpelt, sich erinnert und die Machart der Karten bestaunt.

 

"Eine Karte definiert sich nicht nur durch das Motiv", so Günther Hunger, Initiator der Börse. Auch Alter, Poststempel, Material, ja sogar der Text machten die Stücke so einzigartig. Wenn man sich im Raum umschaute, so fiel auf, dass die Mehrzahl der Sammler, genau wie ihre Karten, schon etwas in die Jahre gekommen waren. Was in Zukunft aus ihren geliebten Karten werden soll, darüber gehen die Meinungen stark auseinander. "Es ist oft schwer, bei Enkeln oder Kindern die gleiche Faszination zu wecken, die wir beim Betrachten der Karten empfinden", bedauerte Günther Hunger. Er hat durch seine Bücher einen Weg gefunden, seine Sammlung weiterzugeben, doch die Originale würde er nur ungern veräußern. "Am liebsten wäre es mir, wenn ich einen Sammler finde, der sie zu schätzen weiß und nicht nur Profit machen will". Diese Meinung teilt auch Klaus Thiele. Der Merkwitzer Sammler zieht sogar in Betracht, seine Stücke in Zukunft einem Heimatmuseum anzuvertrauen. "Was sollen denn auch meine Oschatzer Karten bei einem Händler in München?" begründete er diesen Gedanken.

 

"Das Hauptproblem ist, dass junge Leute heutzutage Dinge sammeln, die keinerlei Wert haben, aus denen man nichts lernt und die nichts weiter vermitteln als Konsum", fasste Hunger das Problem zusammen, mit dem er und die anderen Sammler zu kämpfen haben.

 

Wer aber durch Zufall auf Karten stößt oder schon lange wissen will, ob er daheim kleine Schätze beherbergt, der war am Sonntagvormittag goldrichtig. Die Aussteller und Verkäufer gaben sich alle Mühe, die Fragen der Gäste zu beantworten und zeigten voller Stolz ihre mühsam angelegten Kataloge. Janett Petermann

Janett Petermann

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