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Oschatz Apfelbaumschule Schweta plant neue Turnhalle
Region Oschatz Apfelbaumschule Schweta plant neue Turnhalle
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06:00 15.01.2016
Das Gebäude im Park Schweta soll als Turnhalle bald ausgedient haben.  Quelle: Dirk Hunger
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Schweta

 Der evangelische Schulverein Apfelbaum hat sich für dieses Jahr ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen und plant den Bau einer neuen Schulsporthalle. „Wir müssen eine Lösung für die Schulsporthalle finden, in welcher Form auch immer. Die Turnhalle im Park Schweta entspricht schon lange nicht mehr den Erfordernissen und wir sind uns mit der Stadtverwaltung einig, dass wir als Verein eine neue Halle bauen wollen“, verdeutlicht Stefanie Schwaiger, Vorsitzende des evangelischen Schulvereins Apfelbaum. Mit dem Neubau könnte auch die örtliche Kindertagesstätte die Halle des Vereins mit nutzen, versichert die Vereinschefin. Die Turnhalle im Park ist unterdessen Eigentum der Stadt Mügeln.

Für den Bau ist der Erwerb eines Grundstückes erforderlich, den der Verein bereits in die Wege geleitet hat. Noch ist die Finanzierung unklar. Schwaiger rechnet mit etwa einer Million Euro Baukosten und hofft, noch etwas unter dieser Summe zu bleiben. „Die Halle wird wahrscheinlich kleiner als eine nach DIN-Norm, aus Kostengründen. Wir benötigen keine größere, das geben die Finanzen auch nicht her.“ Auf jeden Fall soll es eine Mischfinanzierung geben. „Im Moment schauen wir, was es an Fördermöglichkeiten geben könnte. Außerdem sollen Rücklagen des Vereins zum Einsatz kommen und würden Spenden benötigt und ein Kredit aufgenommen werden. Warum der Neubau für den Verein so wichtig ist, dafür hat Schwaiger noch weitere Argumente parat. „Wir müssen qualitativ eine Schippe drauflegen. Allmählich kommen die geburtenschwachen Jahrgänge. Dementsprechend haben wir vor, so gut zu bleiben, damit wir den Geburtenknick unbeschadet überleben können. Auch nach dem neuen Schulgesetz werden wir pro Schüler finanziert und nicht nach Klassen.“ Für die evangelische Grundschule bedeute dies, es seien kontinuierlich 80 Schüler der Klassenstufen eins bis vier erforderlich.

Ein weiteres Problem sieht die Vereinschefin beim Personal und sagt: „Wir suchen händeringend Lehrer. Im Augenblick würden wir einen Grundschulpädagogen einstellen. In den nächsten fünf bis sechs Jahren weitere Lehrer, denn zwei Kollegen gehen demnächst in den Ruhestand und wir müssen perspektivisch arbeiten.“ Der Lehrermangel sei nicht nur an freien, sondern auch an staatlichen Schulen zu verzeichnen. Junge Pädagogen wollten oft nicht aufs Land. Warum eine Anstellung in der Apfelbaumschule attraktiv für Bewerber sein kann, dafür nennt Schwaiger Fakten: „Die Bezahlung liegt nicht weit vom Tarif entfernt. Lehrer können bei uns außerdem sehr individuell und eigenverantwortlich, ganz anders als an staatlichen Schulen, arbeiten. Bei uns gibt es ein gutes Klima sowohl mit den engagierten Kindern als auch den Eltern.“

Von Heinz Großnick

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