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Armbrustschützen aus Lampertswalde feiern Fahnenweihe

18-jähriges Bestehen Armbrustschützen aus Lampertswalde feiern Fahnenweihe

Die Lampertswalder Highländerarmbrustschützen haben den Tag ihres 18-jährigen Bestehens zu einem besonderen Tag in ihrer Vereinsgeschichte gemacht. Zu 18 Jahre Schützentradition im Schützenverein feierten sie ihre Fahnenweihe.

Symbolischer Augenblick der Fahnenweihe durch die Mitglieder des Vereinsvorstandes und den Präsidenten des Sächsischen Schützenbundes Frank Kupfer (Vierter von rechts).

Quelle: Bärbel Schumann

Lampertswalde. Mit 18 wird jeder volljährig. Feiert ein Verein den Jahrestag seiner Gründung zum 18. Mal, so wird das als ein ganz normaler Tag in der Vereinschronik festgehalten. Anders ist es jedoch bei den Lampertswalder Highländerarmbrustschützen. Sie haben diesen Tag zu einem besonderen in ihrer Vereinsgeschichte gemacht. „Zu 18 Jahre Schützentradition im Schützenverein feiern wir unsere Fahnenweihe“, erklärte Präsident Eberhard Schlittchen. „Es habe einige Zeit gebraucht, um die Anfertigung einer Fahne finanzieren zu können und um auf die Warteliste der Fahnenstickerei Fischer ganz nach vorn zu gelangen“, ergänzt Peter Wolff, Vizevorstand. Immerhin rund 18 Monat habe das gedauert. Umso größer ist nun die Freude bei den Armbrustschützen, dass sie am Sonnabend ihre neue Fahne weihen konnten. Die Geburtstagsfeier war dazu der richtige Anlass. Der Präsident des Sächsischen Schützenbundes und CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Frank Kupfer, ließ es sich nicht nehmen, die Weihe vorzunehmen.

1999 fing alles am Stammtisch an

Doch bevor es soweit war, blickte der Vereinsvorsitzender auf die 18-jährige Geschichte zurück. Angefangen habe alles im Jahr 1999 am Stammtisch auf dem Highländerhof, wo die Idee geboren wurde, einen Armbrustschützenverein zu gründen. Am 9. September setzten zehn Erwachsene das Vorhaben schließlich um. Heute zählt der Verein 35 Mitglieder. Als Armbrustschützenverein sei es naheliegend gewesen, sich auf dem Gebiet der Pfeilsportarten zu engagieren. „Auch das Schießen mit Luftgewehr sowie groß- und kleinkalibrigen Feuerwaffen wurden mit in das Konzept aufgenommen“, so Schlittchen. Dazu wurden Sachkundelehrgänge besucht, um sich das theoretische und praktische Rüstzeug zu erwerben. Gleichzeitig habe die Zielstellung bestanden, in einem eigenen Gebäude wetterunabhängig dem Schießsport nachgehen zu können. „Nach ersten Aktivitäten in den Jahren bis 2005 ergab sich die Gelegenheit, ein Objekt zu erwerben, welches als Schießsportanlage geeignet schien“, blickt der Vereinsvorstand zurück. Was die Schützen mit Unterstützung von Sponsoren, der Gemeinde, mit Eigenleistungen, über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Ländlichen Entwicklung, mit Hilfe des Sächsischen Zweistromlandes schaffen konnten, gibt es nicht oft und bietet nicht nur für den Schießsport nahezu perfekte Bedingungen. Es gibt zwei 35-Meter-Bahnen für Pfeilsportarten im Inneren sowie zwei 35-Meter-Bahnen und zwei 50-Meter-Bahnen im Außenbereich. Geschaffen wurden zudem zwei 50-Meter-Bahnen für Langwaffen Kleinkaliber, zwei 25-Meter-Bahnen für Klein- und Großkaliber Faustfeuerwaffen, Vereinsraum, Büro, Sanitäranlagen und ein gestalteter Außenbereich.

Einladung nach Geyer

2009 erfolgte die feierliche Eröffnung. Seitdem bekam nicht nur der Schießsport in der Region neue Impulse, sondern auch das touristische Angebot in der Region konnte gestärkt werden. Das spiegelte sich auch in der Gästeliste zur Fahnenweihe wieder: Schützenvereine wie aus Dahlen, Strehla, Malkwitz waren gekommen. In seinem Grußwort erinnerte Frank Kupfer daran, dass Fahnen, Banner schon immer in der Geschichte eine besondere Bedeutung gehabt hätten. Sie seien für ihn aber auch ein Symbol für Bodenständigkeit. Diese verkörperten auch die Schützenvereine Sachsens. Er lud die Lampertswalder Schützen zum 15. Treffen der Sächsischen Schützenvereine am 19. August nach Geyer ein. Frank Steinmann dankte den Schützen im Namen der Gemeinde für ihr Engagement in der Region. Das Vereinsgelände sei zu einer beliebten Adresse im Ort, zum Treffen für Vereinsarbeit und Geselligkeit geworden. Einen dreifachen Kanonendonner als Salut überbrachten die Schützen aus Strehla zur Fahnenweihe.

Von Bärbel Schumann

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