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Auch Friedrich Schiller war in Oschatz

Auch Friedrich Schiller war in Oschatz

Nicht nur Johann Wolfgang Goethe weilte für ein paar Stunden in Oschatz, sondern auch sein Dichterkollege Friedrich Schiller übernachtete hier, und zwar vom 8. zum 9. August 1801 "nahe dem Rathaus in einem Gasthaus am Marktplatz" (Jörg Aufenanger).

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Friedrich Schiller

Quelle: Privat

Der Verfasser schätzt, dass es sich hier um das Gasthaus "Zum Schwan" am Neumarkt handeln muss.

 

Friedrich Schiller, von Weimar kommend (wo er seit 1799 wohnte), wurde von seiner Frau Charlotte und deren Schwester Caroline von Wolzogen, geborene von Lengenfeld, sowie den beiden Söhnen Karl und Ernst begleitet. Die Reise mit der Kutsche seiner Schwägerin sollte nach Dresden zu seinem alten Freund Gottfried Körner, dem Vater des Freiheitsdichters Theodor Körner, gehen.

 

Über Naumburg und Leipzig, wo man übernachten musste, erreichten die Schillers am 8. August 1801 über die Hohe Straße, die heutige B6, Oschatz. Im Unterschied zum Aufenthalt Goethes verfügt der Verfasser über keine weiteren Informationen dazu. Am darauffolgenden Tag sieht Friedrich Schiller seinen Freund Körner wieder, bei dem er im Herbst 1785 einige Wochen in dessen Weinberghäuschen in Dresden-Loschwitz zugebracht hat.

 

Der damals bereits anerkannte Dichter setzte gelegentlich ans andere Elbufer nach Blasewitz über und ging in sein Lieblingslokal, die "Sommerschänke" (heute: Schillergarten) neben dem Blauen Wunder. Die damalige Serviererin dieses Lokals, Justl gerufen, taucht übrigens in leichter Abwandlung ihres Vornamens als Marketenderin in Schillers Drama "Wallensteins Lager" auf.

 

In Begleitung der Familie Körner reist Schiller mit den Seinen auf der Poststraße über Mehltheuer, Stauchitz und Naundorf nach Wermsdorf, wo man am 15. August in Hubertusburg übernachtete, um über Hohenstädt nach Leipzig zu gelangen. Direkt nach Ankunft besucht er eine Aufführung seines Dramas "Die Jungfrau von Orleans". Schon nach dem ersten Akt wird der Dichter gefeiert. Beim Verlassen des Schauspielhauses Leipzig bilden die wartenden Menschen ein Spalier (aus: Johannes Lehmann "Unser armer Schiller").

Arndt Boettcher

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