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Auch im Tode vereint? Bei Hund und Herrchen trennen sich in Oschatz die Wege

Tierbestattung Auch im Tode vereint? Bei Hund und Herrchen trennen sich in Oschatz die Wege

Dürfen sich Hund und Katze gemeinsam mit dem Herrchen ein Grab teilen. Darüber gehen die Meinungen auseinander. Wer im Leben unzertrennlich war, sollte auch nach dem Tod vereint sein. Doch auf dem Oschatzer Friedhof ist eine gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier nicht vorgesehen.

Nur zu Besuch auf dem Friedhof. Tierbestattungen sind in Oschatz nicht erlaubt.

Quelle: Gabi Liebegall

Oschatz. Mit dem geliebten tierischen Lebensbegleiter wie Hund, Katze oder Kanari ins Grab. Der Städtische Friedhof Görlitz erlaubt jetzt, sich gemeinsam mit seinem Haustier bestatten zu lassen. In Görlitz wurde diese Möglichkeit in der neuen Friedhofssatzung der Stadt verbrieft. Eine Änderung dieser Satzung sei in Oschatz nicht geplant, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Görlitz wagt damit einen Vorstoß in Sachsen, der in verschiedenen Städten in den alten Bundesländer bereits Realität ist – zum Beispiel in Essen und Braubach bei Koblenz. Im Osten Deutschlands gibt es diese Möglichkeit der letzten Ruhe seit Januar in Aschersleben. Allerdings dürfe nur die Asche des Tieres bestattet werden und das auch nur in einer speziellen Tierurne.

Norman Wünsche von der gleichnamigen Trauhilfe in Oschatz könnte sich vorstellen, auch diesen Wunsch von Verstorbenen und Hinterbliebenen zu erfüllen. „Das ist für manche Menschen bestimmt emotional sehr wichtig. Aber die Friedhofssatzung verbietet es“, sagte er im OAZ-Gespräch. Sicher breche es so manchem Menschen das Herz, ihren geliebten Vierbeiner in eine Tierkörperverwertungsanlage zu geben, weil sie keine andere Möglichkeit haben.

Die Friedhofssatzung ist auch das Hauptargument von Christoph Schade vom Bestattungshaus Nöbel. Grundsätzlich könne er sich schon damit anfreunden, ebenso mit einem Tierfriedhof. Dazu jedoch müsse die Satzung geändert werden.

Als die Oschatzer Tierfreunde Magdalene (67) und Bernhard Eiselt (71) von dieser Möglichkeit der Bestattung gehört haben, fand das sofort ihre Zustimmung. „Warum eigentlich nicht?“ In ihrem Freundeskreis würden sich sicher einige Leute über diese Möglichkeit freuen.

„Vor allem bei älteren Menschen ist die Beziehung zu einem Haustier eng. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich so manch einer wünscht, seinen Liebling bei sich zu haben“, so Tierarzt Dr. Bernd Richter. Wichtig sei jedoch, dass die gesetzlichen Vorgaben das auch erlauben.

Aus der Stadtverwaltung Oschatz war zu diesem Thema zu erfahren: „Die Vorgaben für Beerdigungen sind in der Friedhofssatzung geregelt. Die Beisetzung von Tieren ist auf unserem Friedhof nicht zulässig. Eine Änderung der Satzung ist nicht geplant“, so Stadtsprecherin Anja Seidel.

Von Gabi Liebegall

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