Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Auch im Tode vereint? Bei Hund und Herrchen trennen sich in Oschatz die Wege
Region Oschatz Auch im Tode vereint? Bei Hund und Herrchen trennen sich in Oschatz die Wege
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 26.02.2017
Quelle: Gabi Liebegall
Anzeige
Oschatz

Mit dem geliebten tierischen Lebensbegleiter wie Hund, Katze oder Kanari ins Grab. Der Städtische Friedhof Görlitz erlaubt jetzt, sich gemeinsam mit seinem Haustier bestatten zu lassen. In Görlitz wurde diese Möglichkeit in der neuen Friedhofssatzung der Stadt verbrieft. Eine Änderung dieser Satzung sei in Oschatz nicht geplant, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Görlitz wagt damit einen Vorstoß in Sachsen, der in verschiedenen Städten in den alten Bundesländer bereits Realität ist – zum Beispiel in Essen und Braubach bei Koblenz. Im Osten Deutschlands gibt es diese Möglichkeit der letzten Ruhe seit Januar in Aschersleben. Allerdings dürfe nur die Asche des Tieres bestattet werden und das auch nur in einer speziellen Tierurne.

Norman Wünsche von der gleichnamigen Trauhilfe in Oschatz könnte sich vorstellen, auch diesen Wunsch von Verstorbenen und Hinterbliebenen zu erfüllen. „Das ist für manche Menschen bestimmt emotional sehr wichtig. Aber die Friedhofssatzung verbietet es“, sagte er im OAZ-Gespräch. Sicher breche es so manchem Menschen das Herz, ihren geliebten Vierbeiner in eine Tierkörperverwertungsanlage zu geben, weil sie keine andere Möglichkeit haben.

Die Friedhofssatzung ist auch das Hauptargument von Christoph Schade vom Bestattungshaus Nöbel. Grundsätzlich könne er sich schon damit anfreunden, ebenso mit einem Tierfriedhof. Dazu jedoch müsse die Satzung geändert werden.

Als die Oschatzer Tierfreunde Magdalene (67) und Bernhard Eiselt (71) von dieser Möglichkeit der Bestattung gehört haben, fand das sofort ihre Zustimmung. „Warum eigentlich nicht?“ In ihrem Freundeskreis würden sich sicher einige Leute über diese Möglichkeit freuen.

„Vor allem bei älteren Menschen ist die Beziehung zu einem Haustier eng. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich so manch einer wünscht, seinen Liebling bei sich zu haben“, so Tierarzt Dr. Bernd Richter. Wichtig sei jedoch, dass die gesetzlichen Vorgaben das auch erlauben.

Aus der Stadtverwaltung Oschatz war zu diesem Thema zu erfahren: „Die Vorgaben für Beerdigungen sind in der Friedhofssatzung geregelt. Die Beisetzung von Tieren ist auf unserem Friedhof nicht zulässig. Eine Änderung der Satzung ist nicht geplant“, so Stadtsprecherin Anja Seidel.

Von Gabi Liebegall

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer möchte 21. Sächsische Blütenkönigin werden? Gesucht werden interessierte Kandidatinnen ab Vollendung des 18. Lebensjahres, die Interesse haben, den sächsischen Obstbau ein Jahr lang auf Messen und Veranstaltungen zu vertreten. Meldeschluss ist der 13. April. Die Kandidatinnen werden im Vorfeld eingeladen.

26.02.2017

Nasses, kaltes Wetter in den Winterferien ist kein Grund zur Langeweile. In den Horten und Jugendeinrichtungen in Oschatz und Mügeln haben die Fachkräfte für Stunden ohne Sonnenschein und Schule jede Menge Angebote parat. Das Spektrum reicht von der Schrottwerkstatt bis zum Kinobesuch – und wird gut in Anspruch genommen.

22.02.2017

Im Juli des vergangenen Jahres wurde ein 79-jähriger Mann nachts auf dem Bahnhof von Dahlen überfallen und ihm die Tasche geraubt. Die Bundespolizei fahndet nun mit einer Täterbeschreibung nach den gesuchten Männern.

22.02.2017
Anzeige