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Oschatz Auf Glatteis Knochen gebrochen
Region Oschatz Auf Glatteis Knochen gebrochen
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15:50 21.01.2014
Peter Krause dirigiert den Salzstrom aus einem Silo in den Behälter des Winterdienstfahrzeuges. Der Mitarbeiter des Oschatzer Bauhofes war mit seinem Kollegen Danny Kaschel gestern seit 4 Uhr auf Achse. Auf die kommunalen Straßen im Stadtgebiet streuten sie zwischen 25 bis 30 Gramm Salz je Quadratmeter. Quelle: Dirk Hunger

Temperaturen um die null Grad Celsius, gefrierender Regen oder Sprühregen haben gestern Früh verbreitet zu Glatteis geführt. Besonders tückisch machte sich das auf den Fußwegen bemerkbar. Bis gestern Nachmittag waren in der Notfallaufnahme der "Collm Klinik" 20 Frauen und Männer eingeliefert worden, die auf den Gehsteigen gestürzt waren. Jeder zweite Verletzte hatte sich nach Angaben der Klinik einen Knochenbruch zugezogen.

"Als erstes habe ich Früh meinen Briefkasten umarmt", schildert Kerstin Wasiak die Folgen des Glatteises. Die Leiterin der Robert-Härtwig-Schule musste gestern in der ersten Unterrichtsstunde auf etliche Schüler und Lehrer verzichten, die wegen der Glätte den Schulbeginn verpasst hatten. Ein Schüler hatte sich bei einem Sturz am Handgelenk weh getan, konnte aber trotzdem am Unterricht teilnehmen.

"Das war einfach unberechenbar", beschreibt Marion Müller ihre Erfahrungen mit den spiegelglatten Gehwegen im Oschatzer Stadtzentrum. Nach Angaben der Leiterin des Thomas-Mann-Gymnasiums verletzten sich mehrere Schüler bei Stürzen auf den Gehsteigen. Zwei Gymnasiasten zogen sich Kopfverletzungen zu und mussten von ihren Eltern abgeholt werden.

Nach Angaben des Landratsamtes Nordsachsen waren die Winterdienstfahrzeuge im Einzugsbereich der Straßenmeisterei Oschatz in der Nacht zu gestern bis auf ein, zwei Stunden ununterbrochen im Einsatz. "Ab 7.30 Uhr waren alle Kreis-, Staats- und Bundesstraßen im Landkreis Nordsachsen einmal befahren und abgestreut worden", teilte der Pressesprecher der Kreisbehörde Rayk Bergner mit. Dennoch kam es bei der Omnibusverkehrsgesellschaft Heideland (OVH) zu erheblichen Verspätungen. "Besonders betroffen war die Gemeinde Cavertitz. Auf der Straße zwischen Schöna und Zeuckritz konnten zwei Busse nicht fahren", sagte Jakob Schwan von der OVH. Nach seinen Berechnungen summierte sich die Gesamtverspätung der OVH-Busse im Einzugsbereich Oschatz gestern auf sechseinhalb Stunden.

Unfälle auf glatten Straßen gab es dagegen laut Jan Müller, Leiter des Oschatzer Polizeireviers, nicht: "Die Kraftfahrer haben ihr Fahrverhalten auf die Witterung eingestellt." Die Beamten seien nur von einem Vorfall informiert worden, als gegen 3 Uhr ein Laster zwischen Mügeln und Ostrau auf glatter Straße liegen geblieben war.

Frank Hörügel

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