Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Im Kloster Sornzig Kunst auf Luthers Spuren
Region Oschatz Im Kloster Sornzig Kunst auf Luthers Spuren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 19.03.2018
Erstes Kennenlernen: Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums und Andreas Hartsch werden gemeinsam eine Skulptur für Kloster Sornzig gestalten. Quelle: Axel Kaminski
Anzeige
Sornzig/ Riesa

Dafür waren im vergangenen Jahr vier Kunstwerke ausgeschrieben worden. Sie werden bis Ende 2018 in Leisnig und bei Döbeln sowie an den Klöstern Nimbschen und Sornzig errichtet.

Wettbewerb fordert sozialisierte Kunst

Die Ausschreibung für das Sornziger Kunstwerk hat der im Riesaer Künstlerhaus „Glashof“ ansässige Andreas Hartzsch gewonnen. An seiner Arbeit werden sich sechs Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums Oschatz beteiligen. „Die ’sozialisierte Kunst’ war Bestandteil der Ausschreibung“, betont Andreas Hartzsch. Insgesamt sei das ein zweistufiges Verfahren gewesen. „Zunächst gab es einen Ideenwettbewerb. In der zweiten Stufe war ein Modell einzureichen“, erläutert der Glaskünstler. Rund 20 Künstler seien dazu eingeladen worden. Danach habe eine Jury ausgewählt, welches Projekt realisiert werden solle.

Skulptur aus 34 Glasscheiben

Andreas Hartsch hat eine aus 34 Glasscheiben bestehende Skulptur mit dem Titel „Die jungen Frauen“ vorgeschlagen. Zwischen jeder der einen Zentimeter starken Glasscheiben sollen Frauenfiguren sparsam malerisch dargestellt werden. Sie würden in Farbigkeit, Symbolhaftigkeit und Details variieren. In Vorder- und Hinteransicht würden dann sämtliche Figuren erkennbar sein. „Jede Bewegung des Betrachters gibt räumliche Verschiebungen im Block zur Ansicht“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Kunstwerk thematisiert Nonnenflucht

„Die jungen Frauen“ nimmt Bezug auf die Nonnenflucht aus dem Kloster Sornzig im Jahre 1523, für die der Fluchthelfer Hinrich Kellner aus Mittweida geköpft wurde. Mit deren Geschichte werden sich die Gymnasiasten der Klassenstufen 9 und 10 im Rahmen des Projektes beschäftigen. Sie werden aber auch noch das Glas als Werkstoff näher kennen lernen. Am Mittwoch nahmen sie erst einmal Kontakt zum Künstler auf und besichtigten die von ihm im „Glashof“ ausgestellten Werke. Daneben klärten sie organisatorische Fragen ihres gemeinsamen Vorhabens und konnten bei einem ersten Einblick in die Werkstatt das Ausgangsmaterial und einige Werkzeuge in Augenschein nehmen. „Wir wollen als Gruppe eine Figur erstellen, so dass im fertigen Kunstwerk Eure Handschrift zu erkennen ist“, sagte Andreas Hartzsch den Schülern. Die meisten der Teilnehmer wirkten schon mehrmals an Kunstprojekten mit, die das Thomas-Mann-Gymnasium anbietet.

Die fertige Glasskulptur soll von einem Edelstahlrahmen eingefasst werden. Dieser wird auf einem 60 Zentimeter hohen Porphyrblock montiert. Gemäß der Ausschreibung sei bis zum Jahresende Zeit, das fertige Kunstobjekt am vorgesehenen Standort zu errichten. Andreas Hartzsch möchte allerdings nicht bei Schnee und Frost bauen, so dass er die Arbeit an „Die jungen Frauen“ spätestens im Oktober beenden will.

Von Axel Kaminski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nur noch selten wird sich in der Hektik des Alltags dafür Zeit genommen, ruhig und langsam zu schreiben. Bei der Kalligrafie ist jedoch genau das die Herausforderung. Denn hier gilt: „Wer zuletzt fertig ist, hat gewonnen“. Beim Kurs in der Robert-Härtwig-Schule in Oschatz gibt Frank Niemann wichtige Tipps zur Kalligrafie.

19.03.2018

Ab dem 17. März dürfen die Wälder in Nordsachsen wieder betreten werden. Das Landratsamt hat das Verbot aufgehoben.

16.03.2018

Dort, wo heute in der Nähe des alten Sportplatzes noch eine Scheune steht, sollen nach den Vorstellungen von Ralph Schröter aus dem Oschatzer Stadtteil Zschöllau einmal Senioren in einer Wohngemeinschaft leben können. Allerdings soll die alte Bausubstanz nicht saniert werden.

19.03.2018
Anzeige