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Oschatz Auf Oschatzer Buchhändlerin wartet (Un)ruhestand
Region Oschatz Auf Oschatzer Buchhändlerin wartet (Un)ruhestand
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17:01 16.01.2014
Ein neuer Lebensabschnitt: Annerose Roscher übergibt die Buchhandlung an ihre Tochter Alexandra. Auch sie hat Buchhändlerin gelernt. Quelle: Dirk Hunger

In Oschatz kann sie dann doch schon einige Erfahrungen vorweisen. Zufriedene Kunden - das ist ihr wichtig.

50 Jahre sei ein guter Anlass, die Buchhandlung in die Hände von Tochter Alexandra zu geben, die ebenfalls Buchhändlerin gelernt hat und genau so mit Leib und Seele Literatur verkauft wie ihre Mutter.

Für Annerose Roscher gab es nie einen Zweifel an der Berufswahl. "Ich habe schon immer gern gelesen. Mein Beruf ist auch meine Berufung", sagte sie im Gespräch mit der OAZ. Lesen ist ihre Welt. "Ich lese gern psychologische Krimis, so von Elisabeth George oder Joy Fielding. Aber auch Romane wie 'Der 100-Jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand' von Jonas Jonasson gefallen mir gut. Das ist mal eine andere Erzählweise", begründet Annerose Roscher ihre Leidenschaft.

Wie viele Bücher sie im Laufe ihres Lebens gelesen hat, weiß sie nicht mehr. Auch nicht wie viele sie verkauft hat. "Gelesen habe ich bestimmt mehrere Hundert", schätzte die Fachfrau ein. Für sie sei es selbstverständlich gewesen, die Bücher, die sie verkauft, auch zu kennen, "um antworten zu können, wenn Kunden Fragen haben". Das heiße aber nicht, dass sie wirklich jedes Buch kennt. Das sei nicht zu schaffen.

Gut laufe der Laden auch durch das Spiele-Sortiment. "'Der kleine Drache Kokosnuss' ist nicht nur ein Kinderbuch in Folgen, den Drachen aus Plüsch können die Kunden gleich dazu kaufen", erklärte sie. Und Spiele gibt es für die ganze Familie.

Festgestellt habe die Buchhändlerin in den vergangenen Jahre, dass die jungen Leser wieder mehr werden. "Hier geht die Tendenz zu Phantasy-Themen. "Die Harry-Potter-Euphorie habe sich auch auf andere Bücher ausgeweitet. Auf die Vampir-Themen oder die "Tribute von Panem", wusste sie zu berichten.

Ganz kann Annerose Roscher von der Buchhandlung nicht lassen. "Ab und zu helfe ich auch aus." Schnell hat sich Tochter Alexandra eingearbeitet. Dabei helfen die beiden Kolleginnen Petra Kneppe und Heike Thomas. Und die Kunden spüren, wie viel Freude Roscher jun. die Arbeit im Geschäft macht.

"Übrigens möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich bei meinen Mitarbeiterinnen bedanken. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft, so lange das Geschäft erfolgreich zu führen", ergänzte die Buchhändlerin im Ruhestand. Der aber wird bestimmt ein Unruhestand, denn sie möchte in Zukunft zumindest noch beratend zur Seite stehen. Gabi Liebegall

Gabi Liebegall

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