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Oschatz Auf dem Prüffeld Salbitz wird Getreide für den Klimawandel fit gemacht
Region Oschatz Auf dem Prüffeld Salbitz wird Getreide für den Klimawandel fit gemacht
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15:47 13.06.2016
Das Landesamt für Umwelt, Landesamt und Geologie stellt in Salbitz Ergebnisse seiner Anbauversuche vor. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Salbitz

Knapp 30 Teilnehmer, insbesondere Landwirte aus der Lommatzscher Pflege und Vertreter von Saatgutherstellern und -händlern aus dem gesamten Bundesgebiet, konnte Eberhard Bröhl kürzlich zum Feldtag bei Salbitz begrüßen. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LFULG) informiert bei diesen Veranstaltungen über seine Versuche zu Anbaustrategien, zum Bodenschutz und zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.

Zum Einstieg in die Veranstaltung erläuterte der Abteilungsleiter im LFULG, dass in Sachsen eine Getreideernte im Volumen von 48 Millionen Tonnen erwartet werde. „Diese Ernte muss sich mit ihrer Qualität am Weltmarkt messen lassen“, betonte er.

Anschließend gab Roman Küttner von der Versuchsstation Nossen, die das ehemalige Prüffeld Salbitz betreut, einen kurzen Überblick über die Standortbedingungen, denen die „Prüflinge“ ausgesetzt waren. Wintergerste und Winterweizen seien in Salbitz gleichmäßig, ohne Lücken aufgegangen. Der ständige Zuflug von Blattläusen habe eine zweimalige Behandlung erforderlich gemacht. Auf allen Flächen sei der Bestand gut durch den „durchwachsenen Winter“ gekommen und habe sich im Frühjahr gut entwickelt. Die starken Regenfälle am 23. und 24. Mai hätten dazu geführt, dass die Sojakulturen verschlammt wurden und die getesteten Blühmischungen zum Teil weggespült wurden.

„Diese Blühmischung sind“, so erläuterte es Katharina Auferkamp, „seit 2015 förderfähig“. Ein Effekt ihres Anbaus sei es, ein Blüten- und Pollenangebot für Insekten zu schaffen. Sie böten Nahrung und Rückzugsräume für Wildtiere. Neben diesen Aspekten erbringe der Anbau der Blütenpflanzen eine ökologische Leistung zum Vorteil der Landwirtschaft. „Die Blühmischungen speichern Stickstoff und aktivieren das Bodenleben“, betonte Katharina Auferkamp. Sie hätten daher einen hohen Vorfruchtwert. In Salbitz konnten die Besucher des Feldtages ein Spektrum von zwölf durch den Handel angebotenen Blühmischungen sehen und ihre Entwicklung unter den hiesigen Boden- und Klimabedingungen beurteilen.

Weitere Versuche in Salbitz beschäftigen sich mit der Wirkung neuartiger Mittel gegen Pilze und Sporen im Vergleich zu herkömmlichen Beizverfahren. An einem anderen Prüffeld wurde Notwendigkeit des Einsatzes solcher Fungizide in Abhängigkeit von Aussaattermin und Saatgutsorte untersucht.

Mit dem Versuchsfeld bei Salbitz nimmt die Station Nossen auch an einem Landessortenversuch zu Sojabohnen teil. Insgesamt 16 Sorten wurden angebaut. Die Untersuchung soll Aufschluss darüber geben, wie in unterschiedlichen Regionen mit verschiedenen Böden die Erträge und Qualitäten ausfallen. Ein ähnlicher Versuch findet hier zur Eignung von 15 EU-Sorten Winterweizen statt. Dabei werden Ertrag und Qualität bei Behandlung mit Fungizid und bei Verzicht auf diese Maßnahme überprüft.

Von Axel Kaminski

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