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Oschatz Auf der Suche nach Vorfahrenin Oschatz fündig geworden
Region Oschatz Auf der Suche nach Vorfahrenin Oschatz fündig geworden
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17:41 14.08.2014
Johann Christlieb Atenstädt war nicht nur Oschatzer Löwen-Apotheker, sondern auch 20 Jahre Bürgermeister. Quelle: Privat
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Vom einstigen Glanz der Familie in der Stadt ist heute nicht viel geblieben. Vor einem Jahr jedoch fand Dr. Bernd Aten-staedt, der schon seit vielen Jahren in Großbritannien lebt, bei einer Stippvisite in Oschatz an der Friedhofskirche den großen Grabstein seine Ur-Ur-Großeltern. "Johann Christlieb Atenstädt muss ein sehr angesehener Bürger der Stadt Oschatz gewesen sein. Er besaß die Löwen-Apotheke, war 34 Jahre lang Stadtrat und 20 Jahre Bürgermeister von Oschatz", hat Aten-staedt recherchiert. Er ließ in den ver- gangenen Wochen durch einen Oschatzer Steinmetz den Schriftzug am monumentalen Grabstein nachziehen, damit er lesbar wird. "Anfangs musste ich jeden Buchstaben entziffern, bis es sich herausstellte, dass es tatsächlich der Grabstein meiner Vorfahren ist", meint Aten- staedt, der mit seiner Familie jetzt die historischen Stationen seiner Ahnen bereist. Bernd Atenstaedt selbst wurde in Leipzig geboren und ist in Eilenburg aufgewachsen, bevor es ihn nach Großbritannien verschlug. Dort war er viele Jahre deutscher Vertreter der deutschen Industriekammer im Vereinigten Königreich. Sein Sohn Robert ist Arzt. Beide leben mit der Familie heute in Nordwales.

"Die Suche nach den Wurzeln der Familie beschäftigt mich schon eine ganz Zeit", gibt Atenstaedt zu und verweist auf einen großen handgeschriebenen Familienstammbaum. Bei seinen Nachforschungen hat der pensionierte Wirtschaftsvertreter herausgefunden, dass Oschatz auch nur eine verdienstvolle Station der Familie war. "Eigentlich stammen wir aus Flandern, meine protestantischen Vorfahren haben nach ihrer Vertreibung in Sachsen eine zweite Heimat gefunden", sagt Bernd Aten- staedt. Im kommenden Jahr will er in Belgien weitere Nachforschungen anstellen. Oschatz ist für die Familie aus dem Inselkönigreich eine lebens- und liebenswerte Stadt, die sie gern wieder besuchen möchten. Übrigens, der Orden, den ihr Vorfahr auf dem historischen Bild anstecken hat, befindet sich noch heute in Familienbesitz.

Rösner, Hagen

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