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Aufatmen in der Altstadt: Die letzten Straßen sind saniert

Aufatmen in der Altstadt: Die letzten Straßen sind saniert

Als die Stadt Oschatz im Jahr 1246 in einer Urkunde erstmals erwähnt wurde, standen auf dem Stadtgebiet ein paar Häuser, die Straßen waren Matsch-wege, bestenfalls mit kleinen Feldsteinen gepflastert.

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So sieht der Straßenzug aus, der heute wieder für den Verkehr freigegeben wird: Dietmar Fellauer, Uwe Fiebiger, Andy Günter, Michael Voigt und Andreas Kretschmar (v. l.) gestern bei der Abnahme der Straße An der Döllnitz.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Hagen Rösner

 

Wer heute durch die Stadt geht, sieht: Oschatz hat noch nie so schön ausgesehen wie jetzt. Und als gestern Abend der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) die Anwohner der Straße "An der Döllnitz" zu Bratwurst und Glühwein einlud, konnte auch die Fertigstellung der letzten sanierungsbedürftigen Straße der Oschatzer Altstadt gefeiert werden. Insgesamt hat die Stadt Oschatz in den vergangenen Jahren rund 9,3 Millionen Euro in die Instandsetzung seiner Straßen, Wege und öffentlichen Plätze investiert. Nun können die Anwohner aufatmen.

 

"Wir haben fest jedes Jahr eine oder auch mehrere Straßen oder Straßenabschnitte im Oschatzer Stadtzentrum saniert", sagt Oberbürgermeister Kretschmar. Er rechnet die Vorhaben zusammen: "Ich schätze, dass es rund 35 Baumaßnahmen waren, dabei haben wir auch manche Straßen auf Grund ihrer Größe in mehreren Abschnitten bauen müssen." Zur Investitionssumme von rund 9,3 Millionen Euro zählen nicht nur das Pflaster und der Straßenbelag, sondern auch unterirdisch die Instandsetzung von Kanalisation und Versorgungsleitungen.

 

Dietmar Fellauer vom Städtischen Bauamt und Uwe Fiebiger vom Planungsbüro Pleißner und Partner erinnern sich noch an die Anfänge der Oschatzer Straßensanierungsprojekte. "Die erste innerstädtische Straße, die wir in Ordnung gebracht haben, war die Brüderstraße vor dem Amtsgericht. Das war in den Jahren 1995 und 1996." Damals war noch Dr. Claus Förster Oberbürgermeister von Oschatz. Er übergab die Straßensanierung als Generationenaufgabe an seinen Nachfolger Andreas Kretschmar. 2001 wurde in einer Bauzeit von fünf Monaten der Neumarkt fertiggestellt. Insgesamt kostete die Realisierung zwei Millionen Mark. Über 1100 Tonnen Natursteinmaterial wurden verarbeitet. "Es war der Abschluss, den ich mir gewünscht habe, um den Staffelstab an meinen Nachfolger Andreas Kretschmar zu übergeben", freute sich Förster damals.

 

"Die Sanierung des Neumarkts und des Altmarktes waren mit Abstand die teuersten Bauvorhaben", kann der Oschatzer Bauamtsleiter Michael Voigt bestätigen. Aus eigener Kraft hätte die Stadt Oschatz die Vorhaben in ihrer Gesamtheit nicht stemmen können. "Mit Hilfe der beiden Förderprogramme Städtebaulicher Denkmalschutz und Städtebauliche Erneuerung konnten die nötigen Gelder aufgebracht werden", sagt die Oschatzer Pressesprecherin Anja Seidel. Seit dem Jahr 2009 gibt es in Oschatz die Tradition, dass Oberbürgermeister Andreas Kretschmar die Straßenbewohner anlässlich der Fertigstellung zu einem Straßenfest einlädt.

 

Übrigens gab es bei zahlreichen Oschatzer Straßenbauprojekten auch Einblicke in die wechselvolle Stadtgeschichte. Im Jahr 2007 wurden bei Straßenarbeiten "An der Klosterkirche" ein Skelett und Münzen entdeckt. Lange wurde gerätselt, bis festgestellt wurde, dass es ein Mönchsgrab aus dem 12. Jahrhundert war. © Kommentar

Hagen Rösner

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