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Oschatz Auktionshaus im Schloss Hubertusburg Wermsdorf
Region Oschatz Auktionshaus im Schloss Hubertusburg Wermsdorf
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11:51 19.09.2016
Bodo Hellmann will am Sonnabend auf Schloss Hubertusburg auch dieses Gemälde „Noble Dame aus dem Leipziger Pelzhandel“ von 1930 unter den Hammer bringen. Quelle: Dirk Hunger
Wermsdorf

Der Ovalsaal von Schloss Hubertusburg in Wermsdorf wird am Sonnabend zum Auktionshaus: Der Kunsthändler Bodo Hellmann, der seit einiger Zeit mit seinem Auktionshaus Fine Art die Anlage zum repräsentativen Standort gewählt hat, lädt dann zur ersten Schloss-Auktion ein. Zahlreiche Kunstwerke sollen dabei den Besitzer wechseln. Der Katalog kann vorher von Sammlern und Liebhabern bereits im Internet gesichtet werden. Darin finden sich verstreut Uhren, Porzellan sowie Plastiken, den allergrößten Teil aber machen Gemälde und Zeichnungen aus. „Unser Schwerpunkt liegt eindeutig auf Malerei und Grafik ab dem 18. Jahrhundert“, bestätigt Auktionator Bodo Hellmann.

Unter den vorgestellten Werken sind Arbeiten bekannter Künstler wie Willi Sitte, Max Beckmann, Angelika Tübke oder Jörg Immendorf. Kunst kann, muss aber nicht zwangsläufig teuer sein, wie ein Blick in den Katalog beweist. Angegeben sind jeweils Start- und Schätzpreise, und während jemand, dem es die „Stadtlandschaft“ von Helmut Middendorf angetan hat, mindestens 18 000 Euro einplanen muss, liegt der Startpreis für eine Lithographie des Leipziger Künstlers Erich Rößler bei 80 Euro. Überhaupt sind Arbeiten mit einem Bezug zu Leipzig stark vertreten. Bodo Hellmann zeigt ein großformatiges Ölgemälde, das eine makellose Schönheit zeigt. „Das hat Frank Kienmayer gemalt. Er hat unendlich viele Porträts reicher Leipziger Damen aus Pelzhändler-Familien geschaffen.“ Eines davon aus dem Jahr 1930 wird ebenfalls versteigert.

Bereits ab 17 Uhr ist der Einlass in den Ovalsaal, die Auktion beginnt dann um 18 Uhr. Voraussichtlich werde aber vieles via Internet ersteigert, schätzt Hellmann. „Zahlreiche Kunden kommen mittlerweile über das Netz“, so seine Erfahrungen. Ganz ohne Ausstellungsräume gehe es dennoch nicht. Zuletzt organisierte er eine Schau des Musikers und Malers Torsten Pfeffer im Leipziger Nobelhotel „Fürstenhof“. Zum Schloss Hubertusburg als Standort hätten strategische Überlegungen geführt: „Ich war auf der Suche nach einem Ort, den Kunstfreunde aus Dresden und Leipzig gut erreichen können“, erklärt er, „und ein Schloss ist ein würdiger Rahmen für den Kunsthandel.“ Der Auktionator und Händler hofft, dass die prächtige Kulisse am Sonnabend auch die Kauflaune der Kunstbegeisterten hebt.

Von Jana Brechlin

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