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Oschatz Aus Schlecker-Markt in Dahlen wird Sozialstation
Region Oschatz Aus Schlecker-Markt in Dahlen wird Sozialstation
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06:00 27.04.2016
Simone Kroll (l.) und Ines Kahle von der Arbeiterwohlfahrt vor Baubeginn am einstigen Drogeriemarkt. Quelle: Dirk Hunger
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Dahlen

Das Interesse an der neuen Sozialstation der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Dahlen ist groß. Immer wieder steuern Passanten die Räumlichkeiten im Gewerbegebiet in der Bahnhofstraße an und versuchen, durch die Fenster einen Blick ins Innere zu erhaschen. Bevor die Sozialstation nächste Woche offiziell eröffnet wird, findet am Freitag bereits ein Tag der offenen Tür statt. „Danach haben viele Leute schon gefragt, der Zuspruch ist wirklich groß“, weiß Simone Kroll, Leiterin der gemeinnützigen Pflege- und Betreuungs GmbH der AWO.

Nichts erinnert mehr an Schlecker

An den einstigen Schleckermarkt, in dem die neue Station entstanden ist, erinnert nichts mehr: Der Schriftzug des Drogerieriesen ist längst von der Fassade verschwunden und hat einem roten Herz, dem Symbol des Trägers, Platz gemacht. „Und auch innen hat sich alles geändert“, sagt Simone Kroll, „neue Räume sind entstanden, Wände verrückt, Fenster und Türen eingebaut worden.“ Auf 300 Quadratmetern gibt es Raum für die Tagesbetreuung mit zwölf Plätzen, Therapie- und Ruheräume sowie ein Pflegebad. Mit Bezug der neuen Räume wird die alte Sozialstation in der Dahlener Max-Hupfer-Straße aufgegeben. „Wir haben dort ein kommunales Gebäude genutzt, das uns aber deutlich zu klein geworden ist und jetzt an die Stadt zurückgegeben wird“, so Kroll. Grund dafür sei auch der steigende Pflegebedarf und die damit notwendig gewordene Erhöhung der Mitarbeiterzahlen. Um Pflegedienstleiterin Ines Kahle sorgen 34 Helfer für die Betreuung der Senioren in der Tages- und mobilen Pflege. Letztere wird in Zukunft auch von Sozialstation aus koordiniert, denn dafür gibt es eigens ein Büro im ehemaligen Drogeriemarkt, der seit der Schlecker-Pleite 2012 leer stand.

Barrierefreie Räume

Für die AWO ist die Umnutzung nichts Neues: Bereits in Brandis entstand aus einer einstigen Marktfiliale ein Sozialstützpunkt. Ähnlich wie im Muldental wurden in der Heidestadt moderne Pflegeräume, die ebenerdig und rollstuhlgerecht sind, eingerichtet. Einen sechsstelligen Betrag investierte der Träger nach eigenen Angaben dabei in den Dahlener Standort.

Der Tag der offenen Tür in der Sozialstation findet am Freitag von 10 bis 14 Uhr statt.

Von Jana Brechlin

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