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Oschatz Aus für Meisterschaften im Tai Chi in Wermsdorf
Region Oschatz Aus für Meisterschaften im Tai Chi in Wermsdorf
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16:56 04.01.2012

Von Lisa Garn

"Nach langem Hin und Her kam die Absage. Ich würde es so sagen: Man hat sich umorientiert und das ist wirklich schade. Die Leute hier haben sich schon richtig gefreut und wurden nun quasi verschaukelt", sagt Ulf Angerer aus Wermsdorf. Der Tai-Chi-Meister wollte die Deutschen Meisterschaften in die Horstseegemeinde holen und hatte deshalb mit dem Netzwerk Kontakt aufgenommen. Die Organisation mit Sitz in Hessen ist die größte Vereinigung von Lehrenden und Lernenden der chinesischen Bewegungskunst und zählt 400 Mitglieder. In diesem Jahr will sie die ersten Meisterschaften ausrichten. Deshalb war im September Vorstandsmitglied Michael Matern in Wermsdorf zu Gast und zeigte sich begeistert. Er setzte sich auch für den Ort ein. Im Februar vergangenen Jahres kam schließlich der Zuschlag. Vom 14. bis zum 17. Juni sollte der Wettkampf stattfinden, auch einige Räume wie das Begegnungszentrum im Alten Jagdschloss waren schon im Gespräch. Zudem sollte ein Rahmenprogramm mit einer Gala angeboten werden.

Und nun die Absage. "Vorher sollten wenigstens noch die Schiedsrichterschulungen in Wermsdorf stattfinden, aber auch das hat sich nun erledigt. Das Ganze kam wirklich sehr spät, das ist das Ärgerliche. Wir hatten ja schon mit den groben Planungen begonnen", so Angerer. "Es rumorte hinter den Kulissen, möglicherweise waren Machtspiele im Gange. Aber an so etwas beteilige ich mich nicht; Funktionen sind nicht das, wofür ich im Tai Chi anerkannt werden will, sondern durch meine Leistungen."

Michael Matern bestätigt die Vermutung indirekt. Er selbst ist 2011 aus gesundheitlichen Gründen vom Vorstand zurückgetreten. "Danach waren andere Kräfte stärker und man hat sich gegen Wermsdorf entschieden. Es gab vorher schon Widerstände und ich habe letztlich selbst nicht genau durchschaut, worum es einigen Leuten genau geht." Einer der Gründe für die Entscheidung sei eine bessere Infrastruktur. "Die Annahme ist, dass organisatorische Dinge in Hannover einfacher zu bewältigen sind." Eines der Vorstandsmitglieder sei aus Hannover verfüge zudem über ein großes Netzwerk vor Ort, auch dies könnte eine Rolle gespielt haben. Matern selbst hätte die Meisterschaften gern in der Horstseegemeinde stattfinden lassen, deshalb habe er sich auch für sie als Austragungsort eingesetzt. "Es gab ein schönes Entgegenkommen von der Gemeinde, die uns sehr unterstützt hätte. Noch dazu ist die Umgebung sehr schön." Komplett von der Liste gestrichen sei Wermsdorf für die Zukunft aber nicht. "Man kann ja, nur weil es eine bessere Infrastruktur gibt, nicht jede Meisterschaft in Hannover austragen. Deshalb sollte man an alternativen Orten dranbleiben und auch Wermsdorf in die Diskussion werfen."

Die für die Meisterschaften geplante Gala-Abendveranstaltung will sich Ulf Angerer unterdessen nicht aus dem Kopf schlagen. "Momentan liegt zwar sehr viel an, aber das würde ich den Leuten in Wermsdorf sehr gerne bieten. Man könnte sie in der Schule stattfinden lassen und dazu auch Schüler aus ganz Deutschland einladen." Einen Termin gibt es noch nicht.

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