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Oschatz Aus für Rad- und Fußweg in Mügeln
Region Oschatz Aus für Rad- und Fußweg in Mügeln
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15:54 24.02.2012
Auf dem Schulweg zur Grundschule nach Neusornzig lauert ständig Gefahr, da es keinen Rad- und Fußweg gibt. Der wäre aber dringend erforderlich. Doch die Straßenbaubehörde hält ihn bei ihrem Vorhaben Ausbau der Staatsstraße 31 allerdings für unnötig. Quelle: Sven Bartsch
Mügeln

Von Heinz Großnick

"Das Ergebnis ist ernüchternd", resümierte Winkler zur Stadtratssitzung am Donnerstagabend und informierte dazu: Die Behörde habe zur Führung des Radverkehrs eine Einzelfallprüfung vorgenommen. Ein Bedarf sei in der Radverkehrskonzeption des Freistaates im Ausbaubereich der S 31nicht aufgeführt worden. Für Winkler allerdings nicht nachvollziehbar. Er erinnerte zur Ratssitzung an das Konzept vom Dezember 2003, in dem der Rad- und Fußweg sehr wohl Bestandteil gewesen sei.

Winkler erläuterte weiter, dass die Behörde in ihrer Prognose im vergangenen Jahr bei einer Zählung ermittelt habe, dass von montags bis sonntags durchschnittlich 2409 Fahrzeuge in 24 Stunden die Straße passieren würden. Bis zum Jahr 2020 soll sich diese Zahl sogar auf 3197 Fahrzeuge erhöhen. Dennoch spreche das Amt von einer "außergewöhnlich geringen Verkehrsbelastung". Demzufolge seien keine Sicherheitsdefizite zu erwarten.

In der Begründung schrieb das Amt laut Winkler außerdem, das Eltern ihre Kinder erfahrungsgemäß im Grundschulalter nicht ortschaftsübergreifend mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen. Die Leipziger Behörde gehe von einem konfliktfreien Mischverkehr aus, auch unter dem Aspekt der touristischen Nutzung. Sie verweise in ihrem Schreiben auf die niedrige Unfallstatistik der vergangenen Jahre.

Ebenso wird der von Winkler angeführten zentralen Versorgungsfunktion für alle Ortsteile Mügelns sowie den Nachbargemeinden widersprochen. Das Stadtoberhaupt führte in seiner Begründung an, dass gerade ältere Menschen zum Beispiel für Arztbesuch, Apotheke oder Behörden die Rad- und Fußwegeverbindungen nutzen könnten. Dem sei aus Sicht des Amtes nicht so, denn Senioren würden voraussichtlich weiterhin Pkw oder Linienbusse nutzen.

Die Stadt will die Ablehnung für den Rad- und Fußwegebau aber nicht tatenlos hinnehmen. "Wir werden nicht still halten. Frau Uhde hat bereits einen Widerspruch formuliert", informierte Winkler. In den Darlegungen der Bauamtsleiterin werde darauf verwiesen, dass der Rad- und Fußweg wie bereits erwähnt Bestandteil des Konzeptes war, aber von der zuständigen Behörde einfach nicht übernommen wurde.

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