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Aus für dicke Sitzungsakten: Oschatz steigt auf Tablets um

Aus für dicke Sitzungsakten: Oschatz steigt auf Tablets um

Im sächsischen Landtag gehören sie schon lange zur Ausstattung der Abgeordneten, im Bundestag sind sie schon seit einer Ewigkeit in Gebrauch und im Oschatzer Stadtrat sollen sie nun auch einziehen - Tablet-Computer.

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Vorkämpfer im Krieg gegen den Papierkrieg: Stadtrat Holger Schmidt.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Hagen Rösner

 

Hauptamtsleiter Manfred Schade präsentierte den Oschatzer Räten bei der vergangenen Sitzung die handliche Technik, die den Räten den Weg ins digitale Zeitalter öffnen soll.

 

Ein Tablet-Computer ist etwas kleiner als ein A4-Blatt und etwas dünner als einen Zentimeter. Das Gerät besteht nur aus einem Bildschirm, auf dem eine Tastatur zum Schreiben angezeigt wird. Die Betriebsweise ist ähnlich wie bei einem herkömmlichen Computer, nur handlicher. Und anstelle von speziellen Programmen werden sogenannte Apps eingesetzt. Mit der Datenkarte eines Mobilfunkbetreibers ausgestattet, kann auch unterwegs das Internet genutzt werden.

 

Obwohl einige Oschatzer Stadträte schon seit einiger Zeit die mobile Technik für ihre ehrenamtliche Abgeordententätigkeit nutzen, mussten jetzt erst einmal die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die erforderliche Neufassung der Geschäftsordnung bestätigten die Abgeordneten jetzt. In der Satzung ist nun ausdrücklich geregelt: "Der Oberbürgermeister beruft den Stadtrat elektronisch mindestens sechs Tage vor dem Sitzungsbeginn ein und teilt rechtzeitig die Verhandlungsgegenstände mit, dabei sind die für die Beratung erforderlichen Unterlagen beizufügen..."

 

Welcher Hardware die Stadtverwaltung den Vorzug gibt, präsentierte Manfred Schade, in dem er den Räten einen Tablet-Computer präsentierte. Allerdings lässt es die neue Geschäftsordnung auch zu, die Daten vom normalen Computer oder Laptop aus zu empfangen. Bezüglich der handlicheren Tablets meinte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos): "Die Stadtverwaltung würde die entsprechende Technik anschaffen und den Stadträten für die Zeit ihrer Abgeordententätigkeit zur Verfügung stellen." Den Kosten für die Anschaffung würden aber auch erhebliche Einsparungen beim Papierverbrauch gegenüber stehen. Doch darum geht es nicht vordergründig.

 

Nachdem die Stadtverwaltung vor einiger Zeit schon einmal eine Vorstoß in Richtung digitale Sitzungsunterlagen unternommen hatte, brachte CDU-Stadtrat Holger Schmidt Ende des vergangenen Jahres den Stein erneut ins Rollen. "Wir mussten im vergangenen Jahr unseren Stadträten über unseren Rathaushausmeister die Sitzungsunterlagen mit dem Haushaltsentwurf zukommen lassen. Das Papier war fünf Zentimeter dick und passte durch keinen Briefkastenschlitz. Deshalb mussten die Unterlagen persönlich den Räten übergeben werden. Und da brachte Holger Schmidt die Diskussion über die digitalen Sitzungsunterlagen wieder ins Spiel", erinnert sich Hauptamtsleiter Manfred Schade.

 

In der Praxis werden die Akten als PDF-Dokumente auf einem Server deponiert. Von dort können dann die Daten abgerufen werden. "Wir werden bei Ratssitzungen im Saal drahtloses Internet haben, und so kann sich jeder Abgeordnete zusätzlich zu den aktuellen Unterlagen auch den Haushalt oder andere wichtige Dokumente ansehen", so Schade. Er hat bei der Auswahl des Servers Wert darauf gelegt, dass die Daten in Deutschland deponiert sind.

Hagen Rösner

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