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Oschatz Aus für die Genossenschaftskneipe im Oschatzer E-Werk
Region Oschatz Aus für die Genossenschaftskneipe im Oschatzer E-Werk
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17:33 28.12.2011
Oschatz

Von Frank Hörügel

Bis Mitte 2008 war die privat bewirtschaftete Kneipe "Zur Sammelschiene" das Herz des E-Werkes. Die Kneipenmiete war eine der tragenden Säulen zur Finanzierung des Kultur- und Umweltzentrums E-Werk. Nachdem Wirt Sven Eulitz aus wirtschaftlichen Gründen das Handtuch geschmissen hatte, stand die Kneipe leer - und dem E-Werk fehlte eine Einnahmequelle.

Aus dieser Misere wollten sich Unterstützer des E-Werkes aus eigener Kraft befreien und gründeten im Juni 2009 eine Genossenschaft (wir berichteten). Erklärtes Ziel: Umbau der "Sammelschiene" zu einer Gaststätte mit Bioladen. "Für dieses Projekt hatten sich etwa 30 Personen gefunden, die eigene Ideen umsetzen und Oschatz um eine Attraktion reicher machen wollten", erinnert sich Uta Schmidt an die Anfänge. Zusammen mit Jens Hönisch ist sie heute für die Auflösung (Liquidation) der Oschatzer Gastronomie Genossenschaft zuständig.

Der siebenköpfige Aufsichtsrat hatte sich ehrgeizige Ziele gesetzt. "Auf jeden Fall betrachteten wir das Projekt als weichen Standortfaktor für Oschatz, unter anderem um junge Fachkräfte für die Region zurückzugewinnen beziehungsweise hier zu halten - wenn die Löhne schon nicht stimmen", so Schmidt.

Die alten Kneipenräume wurden entkernt, die Sanierung in Angriff genommen. Doch der geplante Eröffnungstermin musste immer wieder verschoben werden. Grund: Die Finanzierung der Arbeiten war schwieriger, als es sich die Genossenschafter vorgestellt hatten. Zuschüsse von der Stadt Oschatz, vom Landkreis Nordsachsen oder dem Freistaat habe es nicht gegeben, so die Liquidatorin Uta Schmidt. Der Umbau habe deshalb nicht beendet werden können. Trotz vieler freiwilliger Einsätze der Angestellten und engagierter Jugendlicher des E-Werkes werde die Gaststätte auf nicht absehbare Zeit Baustelle bleiben.

"Als Genossenschaft sind wir für einen verantwortungsvollen Umgang für die Einlagen der Mitglieder verantwortlich. So haben wir uns zu dem Schritt der Liquidation entschieden", informiert Uta Schmidt. Den Initiatoren der Genossenschaftskneipe bleibt nun nur noch ein winziger Hoffnungsfunken. "Vielleicht findet sich ja ein Investor, der alles zu einem guten Ende bringt", blickt Uta Schmidt in die Zukunft.

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