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Oschatz Ausbildungszertifikat für Wermsdorfer Fachkrankenhaus Hubertusburg
Region Oschatz Ausbildungszertifikat für Wermsdorfer Fachkrankenhaus Hubertusburg
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06:00 30.03.2017
Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg (4.v.r.) überreicht das Ausbildungszertifikat für das Fachkrankenhaus Hubertusburg an Annedore Förster.
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Wermsdorf

Bei Manuela Mahnke waren es die Praktika, bei Lena Konitzek das Freiwillige Soziale Jahr im Krankenhaus – beiden war danach klar: Im Stationsbetrieb, mit Patienten arbeiten, das ist ihr Ding. Sie sind aktuell zwei von drei Auszubildenden im ersten Lehrjahr, die im Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf auf den Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin vorbereitet werden. Jedes Jahr stellen die Kliniken, die zur St. Georg Unternehmensgruppe, gehören neue Lehrlinge ein. Für dieses Engagement wurde das Fachkrankenhaus gestern mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet.

Freuen sich über das Ausbildungszertifikat. Quelle: Tilo Schroth

Das Unternehmen führe seit Jahren erfolgreich Menschen in die Pflegeberufe ein, begründete die Oschatzer Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg. „Wer solche Potenziale erkennt und entwickelt, leistet einen aktiven Beitrag zur Fachkräfteentwicklung und das bringt uns weiter.“ Junge Menschen bereichern das Arbeitsumfeld und seien eine große Stütze beim Genesungsprozess der Patienten, erklärte Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Krankenhauses. „Diesen Beruf muss man wirklich wollen. Die Aufgaben, die Arbeitszeiten und der Schichtdienst sind besondere Herausforderungen“, so die Wermsdorfer Verwaltungsleiterin Annedore Förster. In den vergangenen Jahren habe man bereits alle Absolventen, die weiter in der Einrichtung arbeiten wollten, eingestellt. „Auch in Zukunft wollen wir unseren Auszubildenden anschließend hier einen Arbeitsplatz anbieten.“ Man brauche Berufsnachwuchs, um auch künftig alle Aufgaben meistern zu können, fügte sie hinzu. Das sei gerade im Hinblick auf den Altersdurchschnitt von 47 Jahren in der Belegschaft geboten.

Ihre praktischen Einsätze absolvieren die Auszubildenden nicht nur in Wermsdorf, sondern auch in anderen Krankenhäusern, mit denen ein Kooperationsvertrag besteht. „Außerdem gehören Praktika in der häuslichen Pflege oder Pflegeheimen dazu“, nannte Pflegedienstleiterin Sabine Wolf einen weiteren Baustein. „Die jungen Menschen bringen neues Wissen mit, denn gerade die Arbeit in der Pflege verändert sich rasant. Davon profitieren wir alle“, so Wolf. Allerdings gehe die Zahl der Bewerber zurück: Gab es früher 150 Interessenten für die Ausbildungsplätze, würden mittlerweile jedes Jahr nur noch rund 30 Bewerbungen eingehen. „Die Bewerber kommen nicht automatisch. Wir sind deshalb auf Messen vertreten und bieten zum Beispiel Praktika an“, sagte Personalleiterin Peggy Dietrich. 30 sei dennoch eine stolze Zahl und zeige die Verbindung mit der Region, lobte Cordula Hartrampf-Hirschberg.

„Die Schule ist manchmal wirklich schwer“, räumt Auszubildende Manuela Mahnke (19 Jahre) ein, „aber auf Station weiß man wieder, warum man das macht.“ Am schönsten sei es, wenn von Patienten und den Schwestern ein positives Feedback komme, versicherte die 18-jährige Lena Konitzek.

Von Jana Brechlin

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