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Oschatz Ausgezeichnete Ausbildung bei KET Wermsdorf
Region Oschatz Ausgezeichnete Ausbildung bei KET Wermsdorf
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00:29 04.03.2018
Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg überreicht Geschäftsführer Kristian Kirpal das Zertifikat für stete Ausbildung. Mit dabei sind Paul Röhling, Lisa Kleppisch und Lucas Bruder (vorn, v.l.), die derzeit in der KET Energietechnik ausgebildet werden. Quelle: Foto: J. Brechlin
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Wermsdorf

Als Lucas Bruder einen Praktikumsbetrieb gesucht hat, wurde er ganz in der Nähe fündig: Er schnupperte bei der KET Kirpal Energietechnik in Wermsdorf das erste Mal ins Berufsleben. Später kam der Schüler zur Ferienarbeit in den Betrieb zurück und seit einem halben Jahr ist der 16-Jährige nun Auszubildender im Unternehmen. Und zufrieden: „Der Weg ist kurz, ich bin in zwei Minuten mit dem Fahrrad auf Arbeit, und die Ausbilder nehmen sich Zeit, alles gut zu erklären“, beschreibt Lucas Bruder.

Übernahme-Perspektiven für Azubis

Wenn er seine Lehre zum Anlagenmechaniker abgeschlossen hat, stehen seine Chancen, auch weiterhin bei der KET Energietechnik zu arbeiten, sehr gut. „Unser Ziel ist immer, die eigenen Auszubildenden zu übernehmen“, versicherte Geschäftsführer Kristian Kirpal, „wir wollen so für den eigenen Fachkräftenachwuchs sorgen.“ Dafür investiere man viel Zeit und Geld, sei auf Messen und in Schulen präsent und nutze jede Gelegenheit, für eine Ausbildung in mittlerweile fünf Berufen im Unternehmen zu werben. Diese Anstrengung honoriert auch die Agentur Arbeit Oschatz: Deren Leiterin Cordula Hartrampf-Hirschberg überreichte Kirpal gestern das Ausbildungszertifikat. Mit dieser Würdigung der Bundesagentur werden jedes Jahr Firmen ausgezeichnet, die sich besonders und kontinuierlich um die betriebliche Ausbildung bemühen.

Auszeichnung ist Wertschätzung

Die Auszeichnung sei eine schöne Wertschätzung für KET-Obermonteure wie Gunter Moser und Thomas Seifert, die als Ausbilder in der Werkhalle und auf Baustellen den Nachwuchs anleiten. „Sie geben ihr Wissen weiter, sorgen für unsere Fachkräfte und sichern damit auch ihre Nachfolge im Unternehmen ab“, so Kirpal. Es gehöre zum Selbstverständnis, dass man den Berufsnachwuchs auch nach der Ausbildung fördere. „Wir machen uns Gedanken, wie sich die jungen Leute entwickeln können, schicken sie ins Ausland oder schlagen Weiterbildung und Studium vor.“

Ländlicher Raum als Standortnachteil

Auf anderem Weg Fachkräfte zu finden, sei schwierig. „Wir haben da im ländlichen Raum ganz klar einen Standortnachteil. In Ballungsgebieten wie in Leipzig sind die Chancen, Leute zu finden größer“, sagte der Unternehmer, der knapp 45 Mitarbeiter beschäftigt. Deshalb nutze man jede Möglichkeit, junge Menschen für die Energietechnik zu begeistern. Personalchefin Bianca Schneider verweist auf Aktionstage wie „Schau rein“ in diesem Monat, bei denen Schüler tageweise zu Gast sind. „Wir bereiten das intensiv vor, die Jugendlichen sind richtig am Arbeitsplatz dabei und können selbst einige Aufgaben und Handgriffe übernehmen, damit sie einen Einblick in den Beruf bekommen“, beschrieb sie.

Engere Zusammenarbeit mit Oberschule

Außerdem soll die Zusammenarbeit mit der Wermsdorfer Oberschule intensiviert werden. „Wir wollen zunächst die Lehrer über die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns informieren, damit sie ihre Schüler darauf vorbereiten können“, kündigte Kirpal an. Es sei wichtig, dass Lehrer wissen, welche Firmen es in der Region gebe und welche Anforderungen diese an künftige Auszubildende haben, bestätigte auch Cordula Hartrampf-Hirschberg. Unterstützt werden Betriebe wie die KET bei der Mitarbeitersuche vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Teamleiterin Astrid Freier und die zuständige Betreuerin Peggy Rohn konnten gestern ebenfalls zur Zertifikatsübergabe in Wermsdorf gratulieren.

Von Jana Brechlin

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