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Oschatz Ausreichend lange Betreuung in Oschatzer Kitas
Region Oschatz Ausreichend lange Betreuung in Oschatzer Kitas
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16:25 27.02.2012
Gib mir Fünf: Diese zwei Mädchen in der Kindertagesstätte "Kunterbunt" in der Dresdener Straße sind offensichtlich zufrieden mit ihrer Betreuung. Quelle: Dirk Hunger (Archiv)
Oschatz

Von Frank Hörügel

Zwölf Kindereinrichtungen im Freistaat nehmen an dem Modellprojekt teil. Der Freistaat zahlt die Hälfte des Mehraufwandes für längere Öffnungszeiten, die andere Hälfte muss der jeweilige Träger übernehmen (wir berichteten). Aus dem Landkreis Nordsachsen beteiligen sich keine Kindertagesstätten, teilte das Kultusministerium gestern auf OAZ-Anfrage mit.

In den elf Kindereinrichtungen der Stadt Oschatz werden aktuell 1014 Mädchen und Jungen betreut. Die Kommune selbst ist Träger von acht Tagesstätten, in denen Ende Januar 835 Kinder angemeldet waren. Für die Betreuung der Kleinen beschäftigt die Stadt laut Hauptamtsleiter Manfred Schade 99 Erzieherinnen mit meist sechs Wochenstunden, was 75 Vollzeitstellen entspricht.

Die längsten Öffnungszeiten in den städtischen Kindertagesstätten (Kitas) bietet "Spatzennest" im Fröbelweg an - mit 235 Kindern die größte aller Einrichtungen. Hier werden die Kleinen von 6 bis 18.15 Uhr betreut. "Je größer die Einrichtung, desto kostengünstiger lassen sich längere Öffnungszeiten umsetzen", nennt Hauptamtsleiter Schade den Hintergrund. Außer "Zwergenberg" (6.30 bis 17.30 Uhr) haben die anderen sechs städtischen Kitas von 6 bis 17 Uhr geöffnet.

An dieser Zeit orientiert sich auch die Kita "Schlumpfhausen" mit 39 Kindern und fünf Erzieherinnen in der Dresdener Straße, die vom Arbeiter-Samariter-Bund getragen wird. In den vergangenen Jahren sei von Seiten der Eltern kein Bedarf an längeren Öffnungszeiten angezeigt worden, so Kita-Leiterin Heidrun Wohllebe. "Wenn wir Kinder in die Kinderkrippe aufnehmen, dann reden wir auch über die Öffnungszeiten", sagt sie.

Die Kita "Haus Bummi" des Vereins Lebenshilfe in der Wilhelm-Pieck-Straße betreut aktuell 85 Kinder mit 15 Fachkräften von 6 bis 16.30 Uhr. "Im Moment ist damit der Bedarf der Eltern gedeckt", sagt die Kita-Leiterin Petra Gaßmann. Und falls es mit dem Abholen der Sprösslinge mal nicht pünktlich klappe, sei das kein Problem. "Unser Spätdienst handhabt das flexibel", so die Chefin der Einrichtung.

Die kirchliche Kita "Unter dem Regenbogen" in der Rudolf-Breitscheid-Straße hat für die aktuell 55 Mädchen und Jungen montags bis donnerstags von 6.30 bis 17 Uhr und freitags von 6.30 bis 16 Uhr offen. Einzelne Eltern würden zwar längere Öffnungszeiten wünschen, so Kita-Leiterin Anke Walther-Kevekordes. Da dafür aber nicht mehr Personal - derzeit neun pädagogische Mitarbeiterinnen - zur Verfügung stehe, würde die Qualität der Betreuung leiden. Und das wolle man für längere Öffnungszeiten nicht in Kauf nehmen, so Anke Walther-Kevekordes.

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