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Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement bei der Oschatzer Tafel

Jubiläum Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement bei der Oschatzer Tafel

Die Oschatzer Tafel wurde vor zehn Jahren in ihrer heutigen Form gegründet. Im Jahr 2006 entstand ein eigener Förderverein, der die Tafel vom DRK übernahm. Inzwischen arbeitet die Tafel im Gegensatz zu vergleichbaren Einrichtungen sehr erfolgreich. Bei einer Feierstunde gab es jetzt einen Rückblick.

Für langjährige Unterstützer der Oschatzer Tafel gab es keine Anerkennungen.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Es sind nun genau fünf Jahre, in denen die Oschatzer Tafel nun bereits hunderte Bedürftige regelmäßig mit Lebensmittel versorgt und damit für eine bessere Lebensqualität durch eine ausgewogene Ernährung sorgt. Vor zehn Jahren schafften sie den Sprung aus der Trägerschaft des DRK zum Förderverein der Tafel. Bereits zu dieser Zeit drehte sich alles um die Bedürftigen. Damals wie heute wurde Ehrenamt groß geschrieben, denn ohne das Engagement vieler freiwilligen Helfer wäre vieles gar nicht möglich geworden, sagt Tafelchefin Rita Brückner. Daher bot die Jubiläumsfeier am 8. November eine Möglichkeit, einmal Danke zu sagen. Fünf ehrenamtliche Helfer wurden an diesem Tag für elf Jahre Unterstützung ausgezeichnet. „Für uns war auch wichtig, den Sponsoren für ihre Unterstützung zu danken.“ Neben diesen waren auch der Wermsdorfer Bürgermeister Matthias Müller und der Beigeordnete der Stadt Oschatz, Jörg Bringewald bei der Jubiläumsfeier dabei. Rundum sei es eine schöne Veranstaltung gewesen. Nun wird sich wieder auf die kommenden Tage konzentriert. Ja, das Jahr neigt sich tatsächlich langsam der Weihnachtszeit entgegen. Das merken auch die Mitarbeiter und Unterstützer der Oschatzer Tafel. Es ist viel zu planen und vorzubereiten. Es gibt Pfefferkuchen, Lebkuchen und Stollen in dem Lager des Vereins. Diese sind natürlich dafür gedacht, den Bedürftigen ein wenig Weihnachtsgefühl zu übermitteln. Auch eine Weihnachtsfeier ist geplant. Zum einen im kleinen Rahmen am 2. Dezember für die Helfer des Vereins, die viele Stunden ehrenamtlich damit verbringen, Waren abzuholen, auszupacken und an die Bedürftigen zu verteilen. Am 6. Dezember kommt dann für die Kinder, die zur Weihnachtsfeier der Oschatzer Tafel in die Lichtstraße 6 kommen, der Weihnachtsmann mit einigen tollen Überraschungen. Die Geschenke sind Spenden, die das ganze Jahr über gesammelt wurden. Der Saal wir weihnachtlich gestaltet und natürlich gibt es dann auch süße Leckereien. Das der Verein wieder relativ gut durchatmen kann, verdankt er einzelnen Mitgliedern, die nach der Schließung der EDEKA-Filiale in Hof am 11. Juli, von der die Tafel einen Großteil der Lebensmittel bezog, nach passenden Alternativen gesucht haben. „Wir haben wieder gute Lieferanten finden können und konnten einen Fuß in einer andere EDEKA-Filiale hinein setzen“, sagt Vorstandsmitglied Sven Wittenberg. Da die Standorte nun jedoch weiter entfernt liegen, ist dies auch mit Mehraufwand und vielen freiwillig geleisteten Stunden verbunden. „Doch wir sind froh über diese Lösung.“ Zum Jahresende sei zudem immer etwas mehr Stress als in den anderen Monaten. Das läge an den Feiertagen. „Wir müssen auf die Herausforderungen schnell reagieren und einen guten Plan entwerfen, ohne in Hektik zu geraten.“ Doch die Mitglieder sind optimistisch, dass dies auch in diesem Jahr wieder gut gelingen wird. Sie haben gute Unterstützer und Helfer, auf die sie sich verlassen können. In den letzten Wochen hat sich am Gebäude des Tafelvereins einiges geändert. Das Dach wurde neu gedeckt und eine neue Außentreppe angebracht. In Kürze soll auch der Dachboden ausgebaut werden, um diesen künftig nutzen zu können. „Wir könnten uns gut vorstellen, hier die Kleiderkammer aufzubauen, die dann auch öfter von den Bedürftigen aufgesucht werden kann“, so Sven Wittenberg. Bisher öffne die Kleiderkammer nur einmal im Monat. Das neuste Projekt der Tafel, „Treffpunkt Kaffeeklatsch“, das am 3. August eröffnet wurde, wird mittlerweile auch gut von den Oschatzern angenommen. Jeden Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr haben die Teilnehmer hier die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kuchen zu essen und gemeinsam ihren Hobbies nachzugehen. „Das Projekt kommt nach und nach immer besser ins Rollen. Anfangs war es etwas ruhig, aber jetzt entwickelt es sich immer besser und das Angebot spricht sich rum. Alle 14 Tage treffen sich auch Gruppen, die gemeinsam stricken oder Skat spielen“, so das Vorstandsmitglied. Zukünftig plant der Verein auch Veranstaltungen zu organisieren. Hier sind verschiedene Vorträge oder Tanznachmittage im Kopf der Mitglieder. Am 3. Dezember findet zwischen 10 bis 17 Uhr die vierte Weihnachtstütenaktion im Marktkauf Oschatz statt. Hier können Leute Spenden für die Tafel da lassen.

Von Kristin Engel

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