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Oschatz Auto-Verkäufer Jens Müller kehrt wegen der Familie nach Oschatz zurück
Region Oschatz Auto-Verkäufer Jens Müller kehrt wegen der Familie nach Oschatz zurück
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10:46 07.03.2018
Jens Müller Quelle: Foto: Anton Zirk
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Oschatz

Jens Müller hatte den Schritt gewagt und seine Heimat vor einigen Jahren aus beruflichen Gründen verlassen. Beim 2. Galeriegespräch am 9. Oktober im Thomas-Müntzer-Haus will er nun berichten, warum es ihn nach Stationen in Frankfurt am Main und Dresden wieder zurückgezogen hat.

Der Auto-Verkäufer ist in der Region aufgewachsen, wohnte bis zu seinem elften Lebensjahr in Mügeln und zog dann mit seiner Familie nach Oschatz. Für das Studium ging er nach Leipzig, lebte dort in einem Studentenwohnheim und kehrte im Anschluss wieder in die Heimat zurück. 2012 lockte Müller ein Job-Angebot in Frankfurt aus der Stadt. „Das sollte von Anfang an nichts für die Ewigkeit sein. Aber meine damals zweijährige Tochter und meine Frau im Extremfall nur alle zwei Wochen zu sehen, das ging nicht lange gut“, erinnert sich Müller. Der heutige 36-Jährige suchte sich schon nach einem halben Jahr eine neue Stelle in Dresden. „Ich musste immer noch jedes Wochenende pendeln, aber zumindest keine fünf Stunden mehr fahren“, sagt er.

Die Infrastruktur und das Leben in der Großstadt habe er geschätzt, doch eine neue Perspektive in Oschatz brachte ihn zum Grübeln: „Die Entscheidung fiel nicht leicht, weil ich endlich irgendwo ankommen wollte, aber am Ende hat mich der Gedanke an meine Familie überzeugt. Auch wenn ich mich in Dresden wohlgefühlt habe, hier ist nun mal die Heimat", sagt Müller. Seit Januar 2017 ist er zurück. Den Schritt habe er nicht bereut: „Unter großen Entfernungen leidet auch die beste Freundschaft. Das hat sich seit meiner Rückkehr zum Glück wieder deutlich entspannt.“

Trotz der positiven Erfahrungen, die er in seiner Heimat bisher gemacht habe, gebe es in der Döllnitz-Stadt noch einige ungenutzte Potenziale: „Es ist schade, dass manche Veranstaltungen abgesagt werden, weil es nicht genügend Teilnehmer gibt.“ Einen Lösungsansatz hat Müller hierfür auch schon parat: „Besonders die jungen Menschen müssen viel mehr über die sozialen Medien angesprochen werden. Da sind wir in Oschatz noch ziemlich hinterher.“

Das 2. Galeriegespräch findet am Montag, den 9. Oktober, im Thomas-Müntzer-Haus statt. Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt kostet
10 Euro. Jugendliche bis 16 Jahre und Schüler zahlen nichts.

Von Anton Zirk

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